Tag-Archive: Biblische Fragen und Antworten

Gemeinschaft

Heavenly Sounds Music

Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Als Nächstes möchte ich Dir ein Handy zeigen. Es steht für Gemeinschaft. Jesus möchte nicht, dass Du auf Deiner Wanderung allein bist. Er ist bei Dir, natürlich, aber Er möchte auch, dass Du mit anderen Jesus-Nachfolgern Kontakt hast. Dass Du mit ihnen redest, Dich mit ihnen austauschst.

Dieser dritte Teil ist einiges länger geworden als die anderen Teile. Das liegt daran, dass das Thema „Gemeinschaft“ sehr umfangreich ist und es sehr viele weitere Themen enthält. Deshalb haben wir darin die meisten weiteren Themen nur ganz kurz behandelt.

Was Gemeinschaft mit anderen Christen ist, warum Du sie brauchst und wie Du gute Gemeinschaft finden kannst, wirst Du im Folgenden erfahren.

„Was ist Gemeinschaft mit anderen Christen?“

Gemeinschaft mit anderen Christen kann in einer Gemeinde sein. Es kann aber auch ein Hauskreis sein. Wo Du Dich mit Christen zuhause triffst und ihr gemeinsam in der Bibel lest, zusammen betet etc.

 „Aber warum gibt es heutzutage so viele unterschiedliche christliche Richtungen?“

Obwohl sich alle Christen einig sind, dass Jesus unser Retter ist, unterscheiden sie sich trotzdem häufig in einzelnen Glaubensfragen. Das kann sehr verwirrend sein, besonders für jemanden, der noch frisch im Glauben ist. Schon sehr früh kam es unter den Gläubigen zu Spaltungen, d.h. zu unterschiedlichen Lehren und großen Missständen, wie man auch in den Briefen der Apostel lesen kann (z.B. in 1. Korinther 1,10-17; 1. Korinther 11,17-34; 1. Korinther 14; Galater 3,1-3; Hebräer 5,11-14). Gerade deshalb ist es ja wichtig, die „Anfangsgründe“ der Lehren von Jesus zu kennen (s. Hebräer 5,12). Wenn Du erkennst, was die Grundlagen waren, dann siehst Du sozusagen die „Wurzeln“ und kannst Dich daran orientieren.
Auch später ging im Verlauf der Kirchengeschichte vieles fälschlicherweise verloren. Mehr dazu kannst Du auch in einem Artikel unserer Internetseite lesen: Zurück zu den WurzelnKommt noch – (Eine kurze Übersicht über schlechtes und gutes Wachstum in der Kirchengeschichte).

Im Laufe der Zeit sind aber viele Kirchen, Gemeinschaften, Verbände usw. entstanden. Da es so viele verschiedene christliche Richtungen gibt, ist es wichtig zu verstehen, wie die ersten Christen Gemeinschaft hatten. Denn so wie diese erste Gemeinschaft war, sollte sie auch für uns heutzutage (wieder) sein.

„Was war Gemeinschaft für die ersten Christen?“

Deshalb wollen wir schauen, was Gott in der Bibel im Neuen Testament zu diesem Thema sagt. Darin können wir vieles darüber lesen, wie die Jünger von Jesus und die gläubig gewordenen Menschen Gemeinschaft miteinander hatten. Und das zeigt uns auch, wie „Kirche“ oder „Gemeinde“ nach dem Herzen Gottes aussehen sollte. Schauen wir uns das doch einmal näher an:

Jesus ist der Fels

Als Jesus mit Simon Petrus sprach, sagte Er:

„Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.“
(Matthäus 16,18 SLT)

Nicht nur in dieser, auch in anderen Bibelstellen wird deutlich, dass Jesus der Fels und somit auch das Fundament der Gemeinde ist (s. Römer 9,33; 1. Korinther 10,4; 1. Petrus 2,8). Und niemand kann einen anderen Grund legen als der, der gelegt ist: Jesus Christus (s. 1. Korinther 3,11). Und wenn die Gemeinde auf einem anderen Grund errichtet wird, als auf Jesus und Seinen Worten, dann hat sie keinen Bestand (s. Matthäus 7,24-29).
Jesus drückte das in Seiner Aussage an Petrus auch so aus. Aber wir verstehen Seine Aussage besser, wenn wir den Satz im griechischen Urtext ansehen. Denn Jesus gebraucht in diesem Satz ein Wortspiel in der griechischen Sprache! Das griechische Wort „Petros“ bedeutet „Stein“. Aber das griechische Wort „Petra“ bedeutet „Felsen“ oder „großer Stein“.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Jesus in der dritten Person spricht, wenn Er über den Felsen als sich selbst spricht. Auch in vielen Seiner anderen Aussagen benutzt Er diese Redeform, z.B. als Er über sich selbst als den Menschensohn (s. z.B. in Matthäus 24,27) oder als den Sohn Gottes sprach (s. z.B. in Johannes 3,14-21). Jesus sprach aber auch  in der ersten Person über sich selbst, z.B. sagte Er „Ich bin das Brot des Lebens“ (s. Johannes 6,35) und andere „Ich bin“-Worte. Jesus hätte in Seinen Worten an Petrus daher auch anders formuliert sagen können: „Ich bin der Felsen und auf Dir, einem Stein, will ich meine Gemeinde bauen.“
In Johannes 1,42 wird beschrieben wie Petrus zu Jesus kam. Jesus sagte zu ihm: „Du bist Simon, Jonas Sohn, du sollst Kephas heißen.“ Das Wort „Kephas“ ist aramäisch und heißt „ein Stein“.
Noch deutlicher wird das, wenn wir erkennen, dass alle andere Gläubigen von Gott auch als „lebendige Steine“ gesehen werden:

Dass Jesus der Felsen und das Fundament ist, bedeutet, dass es nicht um unterschiedliche Lehrmeinungen geht, sondern um Sein Wort und Seine Wahrheit. Es bedeutet, dass Jesus das Oberhaupt der Gemeinde ist und dass Er selbst Seine Gemeinde trägt und erhält. Und es bedeutet, dass darauf nur die Werke Bestand haben, die Er für uns vorbereitet hat. Es bedeutet außerdem, dass unser Heil nicht aus einer bestimmten Kirchenzugehörigkeit entspringt, sondern aus Jesus selbst. Unsere Rettung kommt durch die Lebensübergabe an Jesus und nicht durch „Christsein auf dem Papier“.

Weiter sagte Jesus zu Petrus:

„Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.
(Matthäus 16,19 SLT)

Der Schlüssel, von dem Jesus sprach, galt nicht nur für Petrus. Mit diesem Schlüssel ist die Vollmacht gemeint, die Jesus jedem Christen überträgt: Zum Beispiel die Vollmacht Dämonen auszutreiben und Krankheiten zu heilen (s. Markus 16,17-18). Das gilt also für alle Christen, nicht nur für einzelne Leiter oder Dienste.
Aber dass Jesus diese Worte speziell an Petrus richtete, hat noch eine weitere Bedeutung. Petrus war der erste, der an Pfingsten die Rede an die Nichtgläubigen richtete (Apostelgeschichte 2,14-36), die sich daraufhin bekehrten (s. Apostelgeschichte 2,37-47). Das war die offizielle Entstehung der Gemeinde. Petrus war wie die anderen ersten Apostel wie „Säulen“ auf dem Fundament (Jesus), auf der die erste Gemeinde entstanden ist.

Und wir sind Seine lebendigen Steine

In 1. Petrus 2,4-10 werden alle Gläubigen als „lebendige Steine“ bezeichnet, die gemeinsam ein „geistliches Haus“ bilden:

„so laßt auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“
(1. Petrus 2,5 SLT)

Dieses „geistliche Haus“ ist die weltweite Gemeinde aller Christen, die auf Jesus, dem Fundament, gegründet ist (s. auch Epheser 2,19-22).
Mit den „geistlichen Opfern, die Gott wohlgefällig sind“, sind in erster Linie wir selbst gemeint (s. Römer 12,1). Aber dazu gehören auch gute Werke. Allerdings sind damit weder eine religiöse Leistung aus Selbstanstrengung gemeint, noch dass von den Werken unser Heil abhängig wäre. Wir sind aus Glauben errettet, nicht aus Werken, damit sich niemand rühme (s. Epheser 2,8-9). Es sind damit die Werke gemeint, die „Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (s. Epheser 2,10). Es sind sozusagen die „Bauteile“, zu denen Gott jeden einzelnen beruft. Wenn wir aber Werke aus eigener Vorstellung oder eigener Anstrengung bauen, ohne dazu von Gott berufen zu sein, dann sind sie wie Bauteile aus Holz, Heu oder Stroh, die keinen Bestand haben (s. 1. Korinther 3,12-23). Treffend heißt es auch in Psalm 127,1: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann arbeiten umsonst, die daran bauen“.
Jeder von uns kann Gott fragen, was seine „Bauteile“ sind, die Er uns geben will. Der Heilige Geist gibt uns dazu Seine Kraft. Es ist nicht zu schwer, dass wir Seine Aufgaben nicht tragen könnten (s. Matthäus 11,28-30). Jesus will uns damit helfen, denn Er selbst ist ja der Baumeister.

„Was bedeutet ‚Gemeinde‘ oder ‚Kirche‘ eigentlich?“

Denn ein „Christ“ ist nicht jemand, der dazu erzogen oder kulturell aufgewachsen ist. Sondern: Christen sind diejenigen, die in ihrem Leben eine bewusste Entscheidung für Jesus getroffen haben.
Wir verwenden hauptsächlich den Begriff „Gemeinschaft“, da er verschiedene Arten von Treffen mit Christen beschreibt. Man kann aber auch in „Leib Christi“ und in „einzelne Gemeinden“ unterscheiden. Dazu gleich mehr.

Der Leib Christi

Alle Gläubigen weltweit werden auch als der Leib Christi bezeichnet (s. 1. Korinther 12,12-27; Römer 12,4-5; Epheser 4,7-16). Das ist ein Bild für unsere geistliche Einheit in Jesus. In Epheser 4,1-6 heißt es dazu:

„So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, daß ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.“

Jesus betete für Seine Jünger und für alle Christen weltweit, dass wir unsere Einheit erkennen und darin leben sollen (s. Johannes 17). Es ist aber eine geistliche Einheit, die nur auf Jesus und Seinen Worten gegründet ist (siehe auch Abschnitt „Jesus ist der Fels“ von vorhin).
Zum Thema Einheit kannst Du auch im Artikel „Was ist Einheit?“ (Kommt noch) mehr dazu lesen.

Einzelne Ortsgemeinden

Neben dem Leib Christi als weltweite Gemeinde gibt es auch einzelne Gemeinden bzw. Ortsgemeinden. Das sind die einzelnen Treffen der Christen. Wie diese bei den ersten Christen aussahen, sehen wir im Folgenden.

Die himmlische Familie

Wer Jesus sein Leben übergeben hat, der wird geistlich in die himmlische Familie hineingeboren. Das bedeutet, dass wir Christen alle Geschwister im Geist sind und wir den gleichen Vater, Gott, haben.
„Familie“ bedeutet aber auch, dass alle Familienmitglieder dazugehören und keiner ausgestoßen oder benachteiligt wird. Selbst zur damaligen Zeit der Jünger, als Frauen oft in der Gesellschaft unterdrückt wurden, ging Jesus mit ihnen wertschätzend um (s. z.B. Johannes 4,1-42; Lukas 7,36-50).
Und auch über die Kinder sagte Jesus, dass ihnen das Himmelreich nicht verwehrt werden soll (s. z.B. Matthäus 18,1-14; Matthäus 19,13-15; Matthäus 21,15-16). Wenn jemand Kinder hat, dann dürfen diese also auch in einem Treffen dabei sein. Die Kinder sollten aber zur Gemeinschaft nicht gezwungen werden, wenn sie nicht dabei sein möchten, weil auch für sie der freie Wille gilt.
Auf der Kinderseite findest Du dazu mehrere Artikel über und für Kinder und den Glauben.

„Wie oft trafen sich die ersten Christen?“

Die ersten Christen trafen sich sehr oft miteinander. Die meisten davon sogar „jeden Tag“ (s. Apostelgeschichte 2,44-47; Apostelgeschichte 5,42). Einen bestimmten Tag in der Woche, an dem sich die Gläubigen treffen sollen, gab es nicht. Weder am Sabbat noch an einem Sonntag (s. Kolosser 2,16-17). Aber die Gläubigen lehrten häufig am Sabbat in der jüdischen Synagoge, denn dort versammelten sich ja die Juden und Heiden, die noch nicht an Jesus als den Messias gläubig geworden waren (s. z.B. Apostelgeschichte 13,14-52). Der Tempel war für die ersten Christen also größtenteils ein „Missionsort“.

„Wo trafen sich die ersten Christen?“

Die Gläubigen waren also hauptsächlich zunächst im Tempel in Jerusalem und auch hauptsächlich in ihren Häusern (s. Apostelgeschichte 2,44-47).
Aber schon im Alten Testament wurde prophezeit, dass der Tempel zerstört wird (s. Daniel 9,25-27). Und auch Jesus kündigte das Seinen Jüngern an (s. Matthäus 24,1-2). Später, nachdem der Tempel zerstört wurde, trafen sich die Gläubigen – außer an öffentlichen Plätzen oder anderen Orten – hauptsächlich nur noch in ihren Häusern.
Nirgendwo heißt es in den Schriften, dass es Gottes Wille sei, dass ein neuer Tempel erbaut wird. Auch wenn Jesus wiederkommt, wird Er in keinem Tempel sitzen (s. Offenbarung 21,22). Stattdessen heißt es, dass unser Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist (s. 1. Korinther 3,16; 1. Korinther 6,19; Epheser 2,19-22). Und dass wir „lebendige Steine“ sind (s. 1. Petrus 2,5). Als Jesus am Kreuz starb, zerriss der Vorhang zum Allerheiligsten im Tempel (s. Markus 15,37-38). Jesus hat den Weg in Gottes Gegenwart frei gemacht. Das ist der große Unterschied im Neuen Bund. Es würde daher keinen Sinn mehr machen, einen neuen Tempel mit Allerheiligstem, Opferaltar etc. zu errichten. Gott will in Seinen Kindern wohnen, nicht in einem Gebäude.

Und Paulus lehrte 2 Jahre lang in einer Schule, um dort andere Christen zuzurüsten (s. Apostelgeschichte 19,8-10).

„Wie lange dauerte eine Versammung/Gemeinschaft der ersten Christen?“

Ein Treffen der ersten Christen dauerte vermutlich unterschiedlich lang. Es gibt im Neuen Testament dazu nirgendwo eine Anweisung, wie lange ein Treffen dauern soll. Aber da die Christen dem Wirken Gottes gegenüber offen waren, kann man davon ausgehen, dass sie sich auch bei der Dauer einer Versammlung vom Heiligen Geist leiten ließen. Es musste ja auch genug Zeit da sein, in der jeder Einzelne sich einbringen konnte. Dazu später nochmal mehr.
Als Paulus predigte, dauerte das einmal sogar mehrere Stunden (s. Apostelgeschichte 20,6-12). Aber so eine lange Rede kam nicht regelmäßig in einer Versammlung vor, sondern war im Rahmen seiner Dienstreise.

„Wieviele Personen gab es in einer Gemeinschaft der ersten Christen?“

Dazu wollen wir zuerst einmal eine andere Frage beantworten: „Ab wann spricht man eigentlich von einer ‚Gemeinde‘ oder ‚Gemeinschaft‘?“
Jesus sagte:

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“
(Matthäus 18,20 SLT)

Jesus freut sich, wenn wir uns in Seinem Namen versammeln, um miteinander und mit Ihm Gemeinschaft zu haben. Er stellt sich also zu einer Gemeinschaft, auch wenn sie noch klein ist. Er sagte auch: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde; denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben.“ (Lukas 12,32 SLT). Diese Worte sprach Jesus zu Seinen Jüngern, zu einem Zeitpunkt, zu dem es die Gemeinde in der Form wie später nach Pfingsten noch nicht gab. Er ermutigte sie, weil Er die Anfänge schätzt. Auch wir sollen die „kleinen Anfänge“ nicht verachten (s. Sacharja 4,10).

Den ersten 12 Jüngern, die Jesus berief, lebte Er das Leben mit Gott und den Mitmenschen vor. Es folgten Ihm auch noch andere Menschen nach. Diese ersten Jünger waren sozusagen der „Vorläufer“ der späteren Gemeinde. Sie wurden so von Jesus gelehrt, was Gemeinde bedeuten sollte.
Nachdem Jesus wiederauferstanden und in den Himmel zurückgekehrt war, trafen sich die Jünger auf Seine Anweisung hin in einem Obergemach zum beten. Zu diesem Zeitpunkt waren es etwa 120 Personen (s. Apostelgeschichte 1,15). Auch das war bis dahin noch ein „Vorläufer“ der Gemeinde, die daraus noch entstehen sollte, denn der Heilige Geist war noch nicht auf sie gekommen. Aber dann, an Pfingsten, empfingen sie alle die Kraft des Heiligen Geistes und durch die Rede von Petrus bekehrten sich an dem Tag etwa 3000 Menschen. In Apostelgeschichte 2,47 heißt es sogar: „Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden„.
Nun könnte man denken, dass das eine beträchtliche Anzahl von „Gemeindemitgliedern“ war. Aber diese Gemeinde war die regionale Gemeinde im Ganzen, aus der mehrere einzelne Gemeinden entstanden. Diese erste Gemeinde breitete sich somit nicht innerhalb, sondern nach außen hin explosionsartig aus: Es entstanden daraus mehrere Gemeinden, die sich in den Häusern trafen. Das eigentliche Wachstum war nicht die Zahl der Mitglieder, sondern die Multiplikation der einzelnen Gemeinden. Denn die Gläubigen teilten sich auf, indem sie sich untereinander in verschiedenen Häusern trafen. Wenn sich Menschen zu Jesus bekehrten, dann kamen sie nicht in eine einzelne Gemeinde hinzu, sondern in eine der Gemeinden in den Häusern.
Die „Gemeinde“ im Großen und Ganzen (der Leib Christi) wuchs durch Evangelisation und Jüngerschaft: Es kamen neue Gläubige hinzu, diese wurden von anderen Gläubigen in der Jüngerschaft gelehrt, um andere Gläubige wiederum zu Jüngern zu machen usw.
Auch die Christenverfolgung tat einen Teil dazu, dass sich die Christen rasant ausbreiteten. Die Juden und Römer verfolgten die Christen, die sich auch dadurch zerstreuten und in anderen Orten und auch in anderen Ländern den Glauben weiter ausbreiteten.

Diese fruchtbare Multiplikation wurde wenige Jahrhunderte danach durch die eingeführte Staatsreligion unterdrückt. Die vielen daraus folgenden unfruchtbaren Gemeindestrukturen sehen wir noch heute.
Für die Anzahl der Gläubigen in einer einzelnen (!) Gemeinschaft, wie sie die ersten Christen hatten, heißt es deshalb nicht „größer ist besser“, sondern: „Weniger ist mehr“. Und: „Ein jeder habe etwas“. Mehr dazu auch im nächsten Abschnitt.

„Was machten die ersten Christen?“

„Ein jeder habe etwas“, was auf die geistlichen Gaben und geistliches Dienen bezogen ist. Jeder konnte sich einbringen. Das heißt z.B. dass man über aktuelle und persönliche Gebetsanliegen spricht und sich einander aufbaut. Auch konnte man in so einer Gemeinschaft füreinander beten und einander dienen, ohne dass für Einzelne keine Zeit mehr wäre. In solchen Zeiten kann jeder Christ Jesus erleben und geistlich wachsen.

Sie ließen sich vom Heiligen Geist leiten

In erster Linie ist der Heilige Geist der Leiter der Versammlung. Das bedeutet: Für die ersten Christen war es normal, dass jeder von ihnen Gottes Stimme persönlich hören kann. Jesus sagte auch schon, dass Er der gute Hirte ist und Seine Schafe Seine Stimme hören (s. Johannes 10,27). Auch eine Schafherde muss dem Hirten folgen können bzw. erkennen, wenn er sie führt. Die Gläubigen achteten darauf, was der Heilige Geist jedem von ihnen sagte und was Er in der Gemeinschaft tun will. Und es sollte auch Freiraum für das Wirken des Heiligen Geistes geben. In 2. Korinther 13,13 heißt es sogar: „Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen“. Er wurde als Person gesehen, die Er auch ist: Die dritte Person der Dreieinigkeit, den HERRN (s. z.B. in 2. Korinther 3,17-18). Bei Entscheidungen wurde darauf bewusst geachtet, wohin der Geist Gottes führt. So heißt es in einem Schreiben der Apostel sogar: „Es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen,…“ (s. Apostelgeschichte 15,28).

Sie hatten von Gott eingesetzte Leiterschaft und Dienste

Auch bei der Erwählung von Leitern und Diensten wurde darauf geachtet, wie der Heilige Geist ein jeden berufen hat. Es wurde dabei nicht der weltliche Stand geachtet oder nach der weltlichen Ausbildung berufen, sondern ob die Person die dazu nötigen geistlichen Gaben, die geistliche Reife und ein Reden von Gott dazu hat (s. z.B. Apostelgeschichte 6,1-7; Apostelgeschichte 13,2-3).
Gott beruft Christen zu verschiedenen Diensten (s. 1. Korinther 12,12-31). Er beruft manche Gläubige zu Aposteln, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrern (s. Epheser 4,11-16). Er beruft auch Aufseher/Vorsteher/Bischöffe/Älteste (s. Philipper 1,1; Titus 1,5-9) und Diakone/Diener (s. Apostelgeschichte 6,1-7; Philipper 1,1; 1. Timotheus 3,8-13; Begriffe je nach Bibelübersetzung). Zu den Hirten gibt es im Neuen Testament keine Aufgabenbeschreibung. Sie sollen sehr wahrscheinlich eine seelsorgerliche Funktion haben (s. auch Jeremia 3,15; Hesekiel 34,1-31).

Die Funktionen der Dienste sind (sehr kurz gefasst) bei den…

Aposteln: Sie gründen neue Gemeinden und machen Jünger und trainieren andere Christen, Gemeinden zu gründen und Jünger zu machen.
Propheten: Sie geben Gottes Reden weiter und trainieren andere Christen, Gottes Stimme persönlich zu hören.
Evangelisten: Sie verkünden die Botschaft von Jesus und trainieren andere Christen, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.
Hirten: Sie helfen frischbekehrten und noch unmündigen Christen („Lämmern“) mit Seelsorge zur Mündigkeit und trainieren andere Christen, sich um diese seelsorgerlich zu kümmern.
Lehrern: Sie lehren biblische Wahrheiten und trainieren andere Christen, wie sie die Themen praktisch leben und vermitteln.
Aufsehern/Vorstehern/Bischöffen/Ältesten: Sie korrigieren die Versammlung (z.B. bei falschen Lehren, prophetischen Eindrücken etc.) und trainieren andere Christen in der Geisterunterscheidung.
Aber nicht nur diese, sondern alle anwesenden Christen müssen prüfen können, siehe auch 1. Korinther 14,29, 1. Johannes 4,1-6 und 1. Thessalonicher 5,20-22.
Diakonen/Dienern: Sie sind für Versorgung (Hilfeleistungen wie z.B. Essensausgabe) unter Armen, Waisen und Witwen (heutzutage evtl. auch unter Zwangsprostituierten, Flüchtlingen, Migranten etc.) zuständig und trainieren andere Christen in diakonischer Hilfsbereitschaft.

Von diesen Diensten können mehrere in einer Gemeinde vorhanden sein. In Epheser 4,11-16 stehen sie alle in der Mehrzahl. Auch von den Aposteln gab es nicht nur die 12 ersten Apostel, die Jesus berufen hatte, sondern später noch etliche weitere, die von Gott zu einem Aposteldienst berufen wurden, wie es ja auch aus Epheser 4,11 hervorgeht.
Es kann aber sein, dass in einer Gemeinschaft nicht alle dieser Dienste vorhanden sind, weil z.B. die Christen darin von Gott nicht zu allen Diensten berufen wurden. Es kann sein, dass noch weitere Dienste dazukommen, wenn die Gemeinschaft wächst. Oder es kann auch vorkommen, dass sich erst nach und nach herausbildet, zu was Gott jeden einzelnen berufen hat.

Es gab auch Frauen in diesen Diensten. Ein paar Beispiele: Phöbe war eine Diakonin (s. Römer 16,1-2). Das Ehepaar Priscilla und Aquila waren Mitarbeiter der Apostel und hatten eine Gemeinde in ihrem Haus (s. Apostelgeschichte 18 Verse 2, 18 und 26 ; Römer 16,3-5; 1. Korinther 16,19). Es ist von den Frauen Tryphena, Tryphosa (s. Römer 16,12), Maria (s. Römer 16,6) und von einer Persis (s. Römer 16,12) die Rede, die auch viel für das Reich Gottes gearbeitet hatten.
Jesus hatte ja auch neben Seinen Jüngern auch Jüngerinnen, die Ihm nachfolgten und dienten (s. Lukas 8,1-3). Frauen dürfen und sollen auch lehren, prophetisch reden und in allen anderen Geistesgaben dienen, wie die Männer auch. Denn in Christus gilt nun weder Mann noch Frau, sondern eine neue Schöpfung und zwar als Kinder Gottes (s. Galater 3,26-28; 2. Korinther 5,16-17).

Gott teilt heute noch diese Dienste aus! Die Aufgabe aller dieser Dienste ist es, den Leib Christi zuzurüsten. Das heißt im Glauben aufzubauen und zur geistlichen Mündigkeit zu trainieren, wie es auch in Epheser 4,11-16 steht. Niemand der Leiter oder Dienste soll andere unterdrücken, sondern in der Demut und Liebe Gottes aufbauen und helfen, geistlich weiter zu wachsen. Jesus selbst hat das Seinen Jüngern als Vorbild gezeigt, als Er ihnen symbolisch die Füße wusch (s. Johannes 13,1-16). Auch soll sich jeder Christ dem anderen unterordnen (s. 1. Petrus 5,5; Epheser 5,21).

Mehr über Leiterschaft auch in unserem Artikel „Die Gemeindestruktur, wie sie richtig aussehen sollte“ (Kommt noch).

Wichtig ist, dass sich jeder Christ Zeit nimmt, Gott persönlich zu fragen, was seine Berufung ist. Zum Thema Berufung findest Du auch auf unserer Internetseite erklärende Beiträge, z.B. im Artikel “Wie finde ich meine Berufung?”. Dort eine Übersicht mit weiteren Artikeln zum Thema.
Wenn ein Christ von Gott zu keinem dieser Dienste berufen ist, dann hat er von Gott eine andere Berufung (z.B. in der Berufswelt, in der Familie, in der Mission, im Reisedienst etc.). Er darf und soll sich trotzdem mit den (Geistes-)Gaben von Gott einbringen. Dazu gleich mehr unter der nächsten Überschrift.

Sie konnten sich mit den (Geistes-)Gaben einbringen

Neben den Diensten, zu denen Gott jeden Einzelnen erwählt, gibt es auch die Gnadengaben/Geisteswirkungen/Geistesgaben bzw. Gaben des Heiligen Geistes (s. 1. Korinther 12-14). Gott teilt auch heute noch diese Geistesgaben aus. Sie werden, wie auch die Dienste, erst dann aufhören, wenn Jesus wiederkommt (s. 1. Korinther 13,8-13).

Eine (sehr kurz gefasste) Beschreibung der Geistesgaben: 

Wort(e) der Weisheit: Ein Christ kann mit dieser Gabe in einer Situation mit Weisheit reden oder handeln, die er nicht von sich selbst, sondern von Gott hat. Und er kann auch anderen Christen mit Lehre in dieser Gabe weiterhelfen.
Wort(e) der Erkenntnis: Ein Christ kann mit dieser Gabe zu einer Situation Informationen von Gott bekommen, die er selbst nicht wusste. Und er kann auch anderen Christen mit Lehre in dieser Gabe weiterhelfen.
(Der Unterschied zur Gabe der Weisheit: Die Gabe der Weisheit dagegen hilft, mit den Informationen oder einer Situation, die der Christ aus dem Natürlichen schon weiß, richtig umzugehen.)
Glauben: Ein Christ mit der Gabe des Glaubens hat eine feste Überzeugung, dass etwas bestimmtes von Gott eintritt. Und er kann auch anderen Christen mit Lehre in dieser Gabe weiterhelfen.
Gnadengaben der Heilungen/Heilungsgabe: Ein Christ mit der Gabe der Heilung dient in größerem Maß kranken Menschen mit Handauflegung. Und er kann auch anderen Christen mit Lehre in dieser Gabe weiterhelfen.
Wirkungen von Wunderkräften/Wunderwirkung: Ein Christ mit der Gabe der Wunderwirkung erwartet und erlebt verschiedene Wunder von Gott. Und er kann auch anderen Christen mit Lehre in dieser Gabe weiterhelfen.
Weissagung/Prophetie/Prophetische Rede: Ein Christ mit der Gabe der Prophetie empfängt in größerem Maß Gottes Reden und gibt es an andere weiter. Und er kann auch anderen Christen mit Lehre in dieser Gabe weiterhelfen.
Geisterunterscheidung: Ein Christ mit der Gabe der Geisterunterscheidung nimmt die geistliche Atmosphäre wahr und erkennt die Geister, ob sie aus Gott kommen. Und er kann auch anderen Christen mit Lehre in dieser Gabe weiterhelfen.
Verschiedene Arten von Sprachen/Zungenrede: Ein Christ mit der Gabe der Zungenrede kann in einer neuen Sprache reden oder beten, die er von Gott bekommt und nicht selbst erlernt hat. Und er kann auch anderen Christen mit Lehre in dieser Gabe weiterhelfen.
Auslegung der Sprachen/Zungenrede: Ein Christ mit der Gabe der Auslegung der Zungenrede kann von Gott die Auslegung bzw. Botschaft einer Zungenrede empfangen. Und er kann auch anderen Christen mit Lehre in dieser Gabe weiterhelfen.

Jeder Christ kann eine oder mehrere dieser Gaben bereits von Gott bekommen haben. Aber Gott fordert uns trotzdem auf, nach den Gaben zu eifern (s. 1. Korinther 12,31; 1. Korinther 14,1; 1. Korinther 14,12). Denn der Heilige Geist teilt diese Gaben aus, aber Er möchte gleichzeitig auch, dass wir Ihn darum bitten. Wir dürfen Ihn um weitere Gaben bitten. Wenn das nicht so wäre, dann dürften wir ja nicht darum eifern.
Somit kann jeder Christ in allen Gaben dienen, auch wenn er in ein paar Gaben größere Schwerpunkte hat! Und diese Gaben, in denen er häufiger dient, machen einen Teil seiner Berufung aus.

Weitere Gaben von Gott:

Außer den Geistesgaben teilt Gott auch weitere Gaben aus, die in 1. Korinther 12,12-31 und in Römer 12,3-8 erwähnt werden. Auch bei diesen Gaben geht es um geistliche Fähigkeiten, die von Gott gegeben werden. Es geht dabei nicht (!) um natürlich erlernte Kenntnisse, wie zum Beispiel weltliche Ausbildungen etc. Zwar können manche dieser Gaben wie z.B. Barmherzigkeit, schon „im Mutterleib“ von Gott gegeben worden sein, aber es ist nichts, was der Mensch aus eigener menschlicher Anstrengung selbst erlernt hat.

Dienst in der Gabe der Wunderkräfte
Dienst in der Gabe der Heilung
Dienst in der Gabe der Hilfeleistung
Dienst in der Leitung
Dienst in verschiedenen Sprachen (Zungenrede)
Ermahnung
Freigiebigkeit
Barmherzigkeit

Man kann auch noch folgende Gaben dazu zählen:
Gastfreundschaft

Zu dem Thema Geistesgaben findest Du auch auf unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org unter Das Wirken des Heiligen Geistes weitere Artikel in Audio- und in Textform.

„Und was ist mit Gemeinschaft mit Nichtchristen?“

In manchen Kreisen ist es leider so, dass den Gläubigen geraten wird, jegliche „Kontakte zu der Welt“ abzubrechen. Manchmal sogar zu den eigenen Familienangehörigen. Und genau das ist falsch. Jesus hat uns Nachfolgern nicht gesagt, dass wir uns vor der Welt verstecken und abschirmen sollen. Stattdessen sind Seine Worte unmissverständlich klar:

„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als daß es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
(Matthäus 5,13-16 SLT)

Wir Christen sind wie Salz, mit dem diese Welt mit dem Reich Gottes gewürzt wird. So wie eine Suppe ohne Salz nicht schmackhaft ist, so wäre diese Welt ohne Gott.
Auch streut man das Salz gut dosiert in ein Essen. Wenn Salz bei hoher Luftfeuchtigkeit längere Zeit aufbewahrt wird, dann verklumpt es. Genauso sollen wir uns wie Salstreuer von Gott in die Welt streuen lassen und nicht immer nur untereinander bleiben.
Gott selbst macht uns „schmackhaft“ und gibt uns Würze.

Auch wenn wir in dieser Welt sind, sind wir nicht von der Welt. Das heißt, das für uns Gottes Maßstäbe gelten und nicht die Maßstäbe der Welt (s. Römer 12,1-2). Es bedeutet, dass wir uns mit der Sünde nicht eins machen sollen (s. 2. Korinther 6,14-18). Das braucht Weisheit von Gott, wenn wir in der Schule, am Arbeitsplatz oder in einer Familie ohne Christen vor Herausforderungen stehen. Das bedeutet z.B. bei Gruppenzwang, Mobbing, Betrug, Lästern etc. nicht mitzumachen. In der Welt gibt es oft andere Werte, als sie Jesus uns vorgelebt hat.

Jesus hat uns vorgelebt, wie wir in dieser Welt leben sollen. Er lebte nicht etwa in einem Kloster oder hatte nur Kontakte zu Seinen Jüngern. Nein, Er zeigt uns, wie Sein Umgang mit den Menschen aus der Welt aussah: Er war mitten unter den Leuten und zeigte ihnen Gottes Liebe. Er verbrachte Seine Zeit mit den Ausgestoßenen, mit den Zöllnern, Prostituierten, mit den Kranken, mit Armen und mit Reichen. Er ging auch auf Feiern (s. Johannes 2,1-12). Er sprach auch mit den jüdischen Schriftgelehrten und Pharisäern, aber durchschaute ihre Religiösität, dass sie Gottes Liebe nicht in sich hatten (s. Johannes 5,39-42). Jesus holte die Menschen immer dort ab, wo jeder von ihnen persönlich stand, um ihre Herzen zu erreichen.
Er will uns auch Seine Weisheit und Führung geben, um Nichtchristen mit dem Evangelium zu erreichen.

Zum Thema Evangelisation findest Du auch auf unserer Internetseite unter Evangelisations-Artikel eine Übersicht mit Beiträgen.

„Warum brauche ich Gemeinschaft mit anderen Christen?“

Erstmal ist es wichtig, dass die Gemeinschaft mit Gott an erster Stelle steht. So wie die Bibel nicht die Beziehung mit Gott ersetzt, so auch nicht die Gemeinschaft mit anderen Christen. Deshalb:

Pflege auch Deine persönliche Gemeinschaft mit Jesus

Habe auch persönliche Gemeinschaft mit Jesus. Lerne von Ihm, tanke bei Ihm auf, genieße die Zeit mit Ihm. In Psalm 23,1-2 (SLT) heißt es:

„Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.“

An diesem Vers wird auch deutlich, dass Jesus uns erfrischen will. Manches kann uns nur der HERR selber geben. Zum Beispiel die vertraute Zeit mit Ihm, in der Du Ihn mehr und mehr erkennst. Aber auch Persönliches, das Er Dir im Gespräch anvertrauen will. Du lernst mit Ihm auch, in erster Linie von Ihm abhängig zu sein und bei Ihm aufzutanken.
Jesus ist unser Freund und wir sind Seine Freunde. In einer Freundschaft verbringt man doch gerne die Zeit miteinander und lernt den anderen besser kennen.

In einem anderen Artikel unserer Internetseite “Wie komme ich in eine persönliche Begegnung mit Jesus?” findest Du auch mehr dazu, wie Du im Geist in Gottes Gegenwart gehen kannst.

Jetzt zur Frage, warum wir die Gemeinschaft mit anderen Christen brauchen:
Vorhin haben wir schon vieles dazu gesehen, wie die ersten Christen den Glauben gelebt haben. Daraus lässt sich schon schlussfolgern, warum die Gemeinschaft wichtig ist. Deshalb nochmal eine kurze Zusammenfassung:

 Warum Du Gemeinschaft mit anderen Christen brauchst

Du brauchst Gemeinschaft mit anderen Christen, um voneinander zu lernen.
Denn: Du möchtest Dich (doch bestimmt) mit anderen austauschen und sie z.B. fragen: „Was hast DU so mit Gott erlebt?“ oder: „Was bedeutet das und das in der Bibel?“ etc.

Du brauchst Gemeinschaft, in der Du andere Christen trainieren kannst.

Du brauchst Gemeinschaft, in der Du Deinen Dienst bzw. Deine Berufung (oder manchmal auch nur Teile Deiner Berufung) leben kannst.

Du brauchst Gemeinschaft,  in der Du auch in den (Geistes-)Gaben von Gott anderen dienen kannst.

Du brauchst Gemeinschaft,in der Du andere Gläubige ermutigen und trösten kannst.

Du brauchst Gemeinschaft, in der Du mit anderen Christen beten kannst.

Du brauchst Gemeinschaft, in der Du mit Deinen Geschwistern Gott anbeten kannst.

Und vor allem: Du brauchst Gemeinschaft, weil sie Deine himmlische Familie ist.
(Auch dann, wenn sie mal nicht so himmlisch aussieht.)

All diese Punkte sind daher auch eine Ermutigung für Dich in schwierigen Zeiten, wenn es mal nicht so reibungslos läuft.

Du brauchst auch Gemeinschaft mit Nichtchristen

Natürlich brauchst Du, wie vorhin schon gesagt, auch Gemeinschaft mit Menschen, die Jesus noch nicht kennen. Es wäre unnatürlich, wenn eine Familie nur unter sich bleiben, aber nie Kontakte zu anderen Menschen haben würde.

Auch in den (Geistes-)Gaben, Diensten und Berufungen von Gott sollen ja nicht nur innerhalb von Christen, sondern auch an Nichtchristen gedient werden.

„Wie finde ich Gemeinschaft mit anderen Christen?“

Am Besten schaust Du Dich mal um, wo in Deiner Stadt oder in der Umgebung andere Christen sind, mit denen Du Dich treffen kannst. Wir möchten Dir dazu den Tipp geben, dass es wichtig ist, dass sie die Bibel als Grundlage haben und dass sie offen sind für den Heiligen Geist.

Das Wichtigste dabei aber ist, dass Du Gott dazu fragst und Dich von Ihm leiten lässt.

Frage Gott

Frage Gott, wo und mit wem Du Dich treffen sollst. Er kann zu Dir persönlich darüber sprechen. Er kann Dir auch einen Ort nennen oder Dir die Personen nennen.
Wie schon erwähnt, findest Du auch zu diesem Thema „Gottes Reden“ auf unserer Internetseite  erklärende Beiträge, z.B. im Artikel “Wie spricht Gott? Wie kann ich persönlich Seine Stimme hören?”. Dort eine Übersicht mit weiteren Artikeln zum Thema.

Menschen, die Du schon kennst

Es kann sogar sein, dass Du es schon gläubige Christen in Deinem Umfeld gibt, die Du kennst. Zum Beispiel in der Familie oder Verwandtschaft, aber auch in der Schule, Ausbildung, auf der Arbeit oder auch in einem Verein. Vielleicht ergeben sich mit diesen Personen Gespräche und Du merkst dabei, wo sie sozusagen „im Glauben stehen“. Gott kann Dir zeigen, ob Du Dich mit dem ein oder anderen öfters mal treffen kannst.

Lass Dich vom Heiligen Geist leiten

Wenn Du dazu erstmal nichts Konkretes hörst, dann lass Dich auf der Suche nach anderen Christen vom Heiligen Geist leiten. Es kann sein, dass Du unterwegs Menschen triffst und sich herausstellt, dass sie auch Jesus-Nachfolger sind. Frage Gott dann aber auch, ob Er Euch zusammengeführt hat und Ihr Euch ab und zu gemeinsam treffen könnt.

„Was, wenn eine Gemeinschaft mit anderen Christen aber nicht in allen Punkten übereinstimmt?“

Aber vielleicht stellst Du fest, dass eine Gemeinschaft oder einzelne Personen nicht (d.h. grundlegend nicht) dem entsprechen, wie die ersten Christen den Glauben gelebt haben. Was also tun, wenn Du in einer Gemeinschaft nur wenig geistlich wachsen kannst? Wenn Du zum Beispiel Geistesgaben oder Deine Berufung nicht ausleben darfst, weil es vielleicht ein Leiter oder das Leitbild der Gemeinschaft (gegen Gottes Willen) verbietet?

Dann solltest Du unbedingt Gott fragen, ob Du in der Gemeinschaft bleiben sollst. Frage Ihn persönlich und unabhängig von menschlichen Meinungen. Es ist wichtig, was Gott Dir persönlich sagt, besonders auch in Bezug zu der Berufung, die Er Dir gegeben hat. Wie schon gesagt, widerspricht Sein Reden dabei nicht der Bibel und Seinem Charakter.

Hast Du es von Gott klar bekommen, eine bestimmte Gemeinschaft mit anderen Christen zu meiden? Dann frage Ihn, mit welchen Christen Du Dich stattdessen treffen sollst.

Oder hast Du es von Gott klar bekommen, dass Du weiterhin in einer bestimmten Gemeinschaft bleiben sollst? Dann hat auch das einen Grund. Frage Ihn dann, „wozu“ Du in diesem Treffen sein sollst. Und was Er möchte, dass Du dort tust. Manchmal sind Seine Wege nicht einfach und wegen Umständen und Angriffen sieht es dann vielleicht genau wie das Gegenteil aus. Und dann fragt man sich, ob man an dem Platz noch richtig ist. Deshalb ist es gut, wenn Du weißt, was Er Dir dazu persönlich sagt. Gott kann Dir dort, wo die „Wüste“ ist, im Geist die „Oase“ zeigen. Wenn Du diese Vision verlierst, dann siehst Du nur noch die Wüste. Stell Dich deshalb auf das, was Er Dir gesagt und gezeigt hat. Dann hast Du auch mehr Frieden in den Zeiten, wo es schwer ist.
Gott möchte nicht, dass unsere Berufungen und (Geistes-)Gaben unterdrückt werden. Und Er möchte auch nicht, dass wir geistlich verhungern oder verdursten. Deshalb solltest Du Ihn auch fragen, wo Du selbst geistlich auftanken kannst. Bitte Ihn um Begegnungen mit Christen, die auch geistlich weiter wachsen wollen. Er kann es Dir zeigen.
Wenn Gott einen in die Wüste führt, wo man anderen dienen soll, dann gibt Er einem auch das Wasser mit. Der Heilige Geist ist in Dir. Und gerade das Trinken sollten wir alle nicht vergesen… So ein Dienst in der Wüste kann hart sein, aber Gott kann eine Oase daraus machen. Als Ermutigung haben wir hierzu auch einen Artikel geschrieben: „Wenn Gott Dir einen Dienst in der Wüste gegeben hat“ (Kommt noch).

Triff Dich auch mit anderen „gleichgesinnten“ Christen

Besonders wenn Du in solch einer Wüste bist, ist es hilfreich, wenn Du noch mit anderen Christen in Kontakt bist, die auf einer geistlichen Wellenlänge sind wie Du. Das heißt, dass Du zum Beispiel als Christ einen Dienst als Evangelist hast und es deshalb ermutigend sein kann, Dich darüber mit anderen Evangelisten auszutauschen. Es gibt gewisse Kämpfe und Herausforderungen in jedem Dienst, die ein Christ in einer anderen Berufung nicht immer verstehen kann. Deshalb kann es helfen, sich darüber mit Christen auszutauschen, die an einer ähnlichen „Front“ stehen. Auch Paulus konnte als Apostel mit den anderen Aposteln in seinem Dienst über manches sprechen, das er mit den anderen Christen nicht hätte besprechen können. So ist es auch in anderen Diensten oder Berufungen: Propheten können andere Propheten ermutigen, Apostel andere Apostel, aber auch Diakone andere Diakone,… etc. Wir können zwar auch von verschiedenen Diensten lernen, aber in manchen Bereichen ist es doch hilfreich, wenn man sich mit jemandem austauscht, der den Bereich auch selbst kennt.

Es gibt keine „perfekte Gemeinschaft“

Wir haben jetzt viel darüber erfahren, wie die ersten Christen Gemeinde gelebt haben.
Siehe BIbelvers Epheser 5,27 Die Braut ohne Flecken und Runzeln

Heißt das, das wir als Christen „perfekt“ sein müssen? Nein, denn nur Jesus war als Mensch perfekt. Und da Er weiß, dass wir alle unsere Fehler und Macken haben, verlangt Er das auch nicht von uns.
Aber die Grundlagen, wie sie auch die ersten Christen hatten, sollten wenigstens  weitgehend vorhanden sein.

Fazit

Man könnte dazu noch viel mehr sagen, wie die ersten Christen den Glauben gelebt haben. Aber das würde hier zu viel werden. Wir empfehlen Dir deshalb, in der Apostelgeschichte im Neuen Testament die Kapitel 1-28 einmal in Ruhe selbst zu lesen. Darin kann man den praktischen Glauben gut erkennen.
Auch zu weiteren geistlichen Themen, wie z.B. über das Abendmahl, über Gebet, Anbetung und vieles mehr kannst Du in den anderen Büchern im Neuen Testament lesen. Aber auch über den Glauben im Berufsleben, im Alltag, im Familienleben etc. können wir nachlesen, wie der Umgang damit aussah und aussehen sollte.

Wenn Du magst, kannst Du auch mal im Neuen Testament alle Bibelstellen mit dem Begriff „einander“ nachschlagen. Du kannst dazu einfach im Internet eine Online Bibel mit Suchfunktion nutzen (z.B. www.bibelserver.com). Viele dieser Bibelstellen mit dem Begriff „einander“ sind Bitten an uns Christen, wie wir miteinander umgehen sollten, z.B. „liebt einander“, „dient einander“, „vergebt einander“ und andere Aussagen. Es sind darunter auch ein paar Stellen, wie wir nicht miteinander umgehen sollten, z.B. nicht „einander verraten“, „einander richten“, „einander beißen und fressen“ und andere Aussagen.
Statt „einander“ könnte man auch noch nach weiteren Begriffen wie „gegenseitig“ etc. suchen.

Zum Thema „Gemeinde“ haben wir noch weitere Artikel geschrieben, die Du am Artikelende aufgelistet findest.
Und noch weitere Artikel über andere Themen findest Du unter den Jüngerschafts-Artikeln.

Wie könnte man „Gemeinde“ ganz kurz mit wenigen Worten beschreiben? Oder auch anders ausgedrückt: Wie könnte man „Gemeinde“ als Bild dastellen?
Nimm Dir mal einen Moment Zeit, um Gott dazu zu fragen. Vielleicht bekommst Du dazu ein paar Sätze, die Du formulieren oder ein Bild, das Du dazu malen kannst. Und wegen „richtig“ oder „falsch“: Frage Jesus dazu und lass Dir zeigen, wie Er Seine Gemeinde sieht.

Hast Du Ihn gefragt und es Dir von Ihm zeigen lassen? Bitte lies erst danach hier weiter…
Wenn Du etwas zu diesem Thema empfangen hast, dann fragst Du Dich vielleicht, ob es richtig oder falsch ist. Es geht nicht darum, dass Du exakt das gleiche Bild wie im Folgenden bekommst. Denn Gott kann Dir dazu auch etwas aus einem anderen Blickwinkel zeigen. So verschiedenen, wie Gott durch Seine Kinder wirkt, so verschieden können die Bilder dazu aussehen. Es sind verschiedene Puzzleteile von Gott, die aber ein ganzes Puzzle bilden.
Und dazu auch gleich zu unserem Bild von Gemeinde:

„Gemeinde“ bedeutet die himmlische Familie der Kinder Gottes, die mit ihren Gaben und Berufungen von Gott einander und der Welt in Liebe dienen. Gemeinde ist dabei eine Einheit, die sehr breit gefächert ist: So kann es sein, dass Du von Gott in einem bestimmten Bereich berufen bist und Dein Schwerpunkt deshalb darin liegt. Zum Beispiel kann bei einem prophetischen Dienst der Schwerpunkt mehr in der Gabe der Prophetie liegen, als in anderen Bereichen. Aber alle Christen dienen mit dem, was sie von Gott empfangen. Wie ein buntes strahlendes Mosaik, das Seine Herrlichkeit wiederspiegelt. Und Jesus selbst ist als lebendiger HERR in ihrer Mitte, mitten unter uns.

In Epheser 4,15-16 (LUT 84) heißt es:

„Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe.“

 Come MFY


Weitere Artikel zum Thema Gemeinschaft:

Weil dieses Thema so umfangreich ist, gibt es dazu einiges mehr an Artikeln, auch zu weiterführenden Themen.

  • Zurück zu den Wurzeln
    (Kommt noch – Eine kurze Übersicht über schlechtes und gutes Wachstum in der Kirchengeschichte)
  • „Die Gemeindestruktur, wie sie richtig aussehen sollte“ (Kommt noch — auch im Artikel oben verlinkt)
  • Was ist Einheit? (Kommt noch — auch im Artikel oben verlinkt)
  • Wenn Gott Dir einen Dienst in der Wüste gegeben hat (Kommt noch — auch im Artikel oben verlinkt)
    (Ergänzend zum Abschnitt darüber, wenn eine Gemeinschaft grundlegend nicht dem entspricht, wie die ersten Christen den Glauben gelebt haben und Gott Dich aber dort hingeführt hat.)
  • “Die Fischer”
    (Darüber, dass wir Christen nicht nur Gemeinschaft untereinander haben sollen, sondern auch „in die Welt gehen“ (evangelisieren) sollen, so wie Jesus sagte: „Geht hin..!“ in Markus 16,15)

 

Weiterführende Beiträge: 

  • Das Wirken des Heiligen Geistes
    (Ergänzend, da wir auch in der Gemeinschaft mit anderen Christen die Geistesgaben praktizieren. Von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org, mit sehr vielen Artikeln zum Thema Heiliger Geist, Geistesgaben etc., in Audio- und in Textform)
  • “Wie finde ich meine Berufung?”
    (Ergänzend zum Abschnitt, dass Gott jedem Christen Gaben und Berufungen gibt. In dem Artikel gibt es auch weitere Beiträge zum Thema Berufung.)
  • Kinderseite
    (Als Ergänzung zum Abschnitt darüber, dass wir Christen eine Familie sind und deshalb auch die Kinder in der Gemeinschaft dabei sein dürfen, wenn sie möchten. Auf der Kinderseite findest Du mehrere Artikel über und für Kinder und den Glauben.)
  • Evangelisations-Artikel
    (Ergänzend zum Abschnitt über Gemeinschaft mit Menschen, die Jesus noch nicht kennen. Dort findest Du eine Übersicht mit allen Artikeln dieser Internetseite zum Thema Evangelisation.)
  • Jüngerschafts-Artikel
    (Ergänzend zum Abschnitt über weitere Themen in der Nachfolge, z.B. über Abendmahl, Gebet, Anbetung und vieles mehr. Dort findest Du eine Übersicht mit allen Artikeln dieser Internetseite zum Thema Jüngerschaft.)

 


Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Viele weitere Artikel zum Thema Jüngerschaft/Nachfolge findest Du auch hier:

 


Link to the children’s article in German (Link zum Kinder-Artikel auf Deutsch):
Gemeinschaft (Kinderversion)


Link to the children’s article in English (Link zum Kinder-Artikel auf Englisch):
Fellowship (Children’s Version)


Link to the detailed article in English (Link zum ausführlichen Artikel auf Englisch):
Fellowship (Detailed Article)


Geistestaufe

In His Presence Light

Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Bei einer Wanderung ist es wichtig, dass Du Trinken dabei hast. So dass Du unterwegs nicht verdurstest. Auch bei Deiner geistlichen „Wanderung“, Deiner Nachfolge mit Jesus, ist es wichtig, dass Du immer wieder trinkst. Das Wasser steht symbolisch für den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist eine Person, Er ist Gott (s. 2. Korinther 3,17). Wenn Du Jesus Dein Leben übergeben hast, dann ist der Heilige Geist in Dich gekommen und bleibt in Dir. Durch Ihn wurdest Du geistlich, im Innern, von neuem geboren und zu einem Kind Gottes (s. Johannes 14,15-26).

Du kannst mit dem Heiligen Geist aber auch immer wieder neu erfüllt werden. Du kannst Dir das so vorstellen, dass der Heilige Geist wie eine innere Quelle in Dir ist. Die Quelle ist schon da, aber Du entscheidest selbst, ob Du daraus trinkst oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass Du dieses lebendige Wasser auch trinkst… und so immer wieder neu von Ihm erfrischt wirst (s. Johannes 7,37-39).

Außerdem ist es für die Nachfolge wichtig, dass Du im Heiligen Geist getauft wirst. Um in Seiner Kraft zu leben, so wie auch die ersten Christen an Pfingsten mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt wurden (s. Apostelgeschichte 2). Dazu kann man auch „Geistestaufe“ oder „Taufe im Heiligen Geist“ sagen.

Was die Geistestaufe ist, warum Du sie brauchst und wie Du sie von Gott empfangen kannst, wirst Du im Folgenden erfahren.

„Was ist die Geistestaufe?“

Zuerst schauen wir uns aber einmal an, was die Geistestaufe nicht ist:

Der Unterschied zwischen Geistestaufe und Wassertaufe

Das letzte Thema dieser Reihe „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“ ist die Wassertaufe. Deshalb nennen wir die Geistestaufe in diesem Teil nicht nur „Taufe“, um von der Wassertaufe zu unterscheiden. Um kurz den Unterschied zu erklären: Die Geistestaufe (Taufe im Heiligen Geist) ist die Ausrüstung mit der Kraft des Heiligen Geistes. Die Wassertaufe (Untertauchen in Wasser) dagegen ist das Bekenntnis vor der physischen und geistlichen Welt für die Entscheidung für Jesus.

Der Unterschied zwischen Bekehrung und Geistestaufe

Die Geistestaufe und die Wassertaufe sind nicht heilsnotwendig. Nur durch Deine Entscheidung für Jesus bist Du gerettet.

Der Heilige Geist ist seit Deiner Bekehrung in Dir und bleibt auch in Dir. Das war nicht die Geistestaufe, sondern Deine geistliche Neugeburt. Das heißt, dass Du in dem Moment Gottes Kind geworden bist. Denn niemand kann ohne den Heiligen Geist ein Kind Gottes sein (s. Römer 8,9; Römer 8,15-16).

Jesus gab den Jüngern nach Seiner Auferstehung den Heiligen Geist (s. Johannes 20,22).
Aber vor Seiner Himmelfahrt gab Er den Jüngern zusätzlich die Anweisung, solange in Jerusalem zu bleiben, bis sie die Kraft des Heiligen Geistes empfangen werden (s. Lukas 24,49; Apostelgeschichte 1,4-5). Das geschah dann an Pfingsten (s. Apostelgeschichte 2).
Das was die ersten Christen an Pfingsten erfahren haben, war die Geistestaufe. Und nicht nur die ersten Christen, sondern auch die anderen Menschen, die sich später bekehrten, erfuhren die Geistestaufe (s. Apostelgeschichte 10,45-46; Apostelgeschichte 19,6). Diese Verheißung gilt somit für alle, die an Jesus gläubig geworden sind. Jeder Christ kann sie – auch heute noch – erleben. Auch Du kannst „Dein persönliches Pfingsten“ von Gott empfangen.

Die Geistestaufe ist, im Gegensatz zur inneren Neugeburt, die Ausrüstung mit der Kraft des Heiligen Geistes.

Bei Deiner Bekehrung zu Jesus kam der Heilige Geist in Dich. Das war ein inneres Ereignis, da der Heilige Geist Deinen menschlichen Geist zu einem Kind Gottes neugeboren hat. Der Heilige Geist hat Wohnung in Dir genommen und verändert Dich innerlich (s. Galater 5,22; Epheser 5,9).

Bei Deiner Geistestaufe fließt die Kraft des Heiligen Geistes aus Dir heraus. Das ist ein äußeres Ereignis, da es auch für andere sichtbar wird. Denn dadurch wirst Du von Gott befähigt, anderen Menschen in Seiner Kraft zu dienen. Dazu später mehr…

Es gibt ein für alle sichtbares Zeichen der Geistestaufe: Das Reden in neuen Sprachen

An Pfingsten empfingen alle anwesenden Christen das übernatürliche Reden in neuen Sprachen oder „in Zungen“ (s. Apostelgeschichte 2,4). Man nennt es auch „Sprachengebet“ oder „Zungengebet“.
Über das Sprachengebet kannst Du übrigens in weiteren Beiträgen, die am Ende von diesem Artikel aufgeführt sind, mehr dazu lesen (z.B. den Artikel „10 Gründe für das Sprachengebet“).

Auch später empfingen die anderen Gläubigen bei ihrer Geistestaufe das Sprachengebet (s. Apostelgeschichte 10,45-46; Apostelgeschichte 19,6).

Deshalb kann man davon ausgehen, dass das Sprachengebet das Zeichen der Geistestaufe ist (d.h. das sichtbare Zeichen, dass man die Geistestaufe empfangen hat).

Es gibt noch weitere Zeichen, die bei oder nach der Geistestaufe folgen

In allen Bibelversen, in denen die Christen die Geistestaufe empfangen, ist auch vom Sprachengebet die Rede. An keiner Stelle empfing ein Christ die Geistestaufe ohne Sprachengebet.
Es gibt aber, neben dem Empfang des Sprachengebets, noch weitere Zeichen, die bei oder nach der Geistestaufe folgen:

In Apostelgeschichte 19,6 kannst Du lesen, wie die an Jesus gläubig gewordenen Menschen bei der Handauflegung durch Paulus anfingen in Sprachen und auch prophetisch zu reden.

In Markus 16,17-18 steht eine Verheißung von Jesus mit – neben dem erwähnten Sprachengebet – weiteren Zeichen, die den Gläubigen folgen: Austreibung von Dämonen, Übernatürliche Bewahrung und Heilung von Kranken.

In 1. Korinther 12,8-10 werden die Gaben des Heiligen Geistes (Geistesgaben), die Gott uns gibt, um einander zu dienen, beschrieben. Darin steht das Reden in neuen Sprachen, Auslegung der Sprachen, Worte der Weisheit, Worte der Erkenntnis, Glauben, Gnadengaben der Heilungen, Wirkungen von Wunderkräften, Weissagung (Prophetisches Reden) und Geisterunterscheidung.

„Heißt das, dass man die Geistestaufe auch ohne Sprachengebet empfangen kann?“

Im Neuen Testament lesen wir, wie gesagt, nichts davon, dass ein Christ die Geistestaufe ohne Sprachengebet empfangen hat.

Aber es kann sein, dass ein Christ die Geistestaufe bekommen, aber noch nicht angefangen hat, das Sprachengebet zu praktizieren. Wenn das so ist, dann kann das verschiedene Gründe haben: Vielleicht weiß der Christ nichts über das Sprachengebet (z.B. wenn er es noch nicht in der Bibel gelesen hat) oder er will nicht in Sprachen beten (aus Hemmung gegenüber der Gabe).

Gott akzeptiert unseren freien Willen, daher auch, wenn jemand nicht in Sprachen beten will. Aber man sollte dann überlegen, warum man sich in dem Bereich Gott nicht hingeben möchte, wenn diese Verheißung doch für jeden Christen zusteht. Jesus kündigte Seinen Nachfolgern das Sprachengebet an (s. Markus 16,17). Auch Paulus sagte, dass man nach den Geistesgaben eifern soll (s. 1. Korinther 14,1) und dass er wünschte, dass jeder in Sprachen reden würde (s. 1. Korinther 14,5). All das zeigt doch, dass es wirklich für jeden Christen möglich, also zugänglich ist. Und in 1. Korinther 14,39 schreibt Paulus, dass das Reden in Sprachen „nicht verhindert“ werden soll.
Wenn der Christ also noch nicht in Sprachen betet, dann hat er sich entweder noch nicht danach ausgestreckt oder er verhindert es, weil er sich davor hemmt.

Sprachengebet und Geistestaufe sind nicht heilsnotwendig

Das bedeutet aber nicht, dass ein Christ ohne Geistestaufe oder ohne Sprachengebet nicht bekehrt wäre. Du bist auch ohne dieses Wirken des Heiligen Geistes gerettet, wenn Du Jesus bereits Dein Leben übergeben hast. Denn bei der geistlichen Neugeburt wurdest Du ja gerettet.
Die Geistestaufe ist aber ein weiterer Schritt, den Du gehen solltest. Es ist Gottes Wille für alle Seine Kinder, dass wir mit Seiner Kraft ausgerüstet sind! Deshalb gleich zur nächsten Frage:

„Warum brauche ich die Geistestaufe?“

Zunächst einmal ist wichtig zu verstehen:

Jeder Christ braucht die Taufe im Heiligen Geist

So wie Jesus den Jüngern sagte, dass sie warten sollen, bis sie die „Kraft aus der Höhe“ empfangen (s. Lukas 24,49; Apostelgeschichte 1,4-5), so soll auch jeder Christ warten (= erwartungsvoll sein), bis er die Geistestaufe für sich persönlich empfängt.

Du brauchst die Geistestaufe, um anderen Menschen in der Kraft des Heiligen Geistes zu dienen

Der Dienst an anderen Menschen kann in Deinem Alltag, auf der Arbeit oder anderswo sein, wo Du Dich von Gott gebrauchen lassen kannst. Dein Dienst kann dabei auch von den Gaben des Heiligen Geistes, den Geistesgaben, begleitet sein (s. 1. Korinther 12-14).

Zu dem Thema Geistesgaben findest Du auch auf unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org unter Das Wirken des Heiligen Geistes weitere Artikel in Audio- und in Textform.
Auch zum Thema Berufung findest Du auf unserer Internetseite erklärende Beiträge, z.B. im Artikel “Wie finde ich meine Berufung?”. Dort eine Übersicht mit weiteren Artikeln zum Thema.

Der Dienst der Jünger war erst dann (in größerem Ausmaß) effektiv, nachdem sie die Geistestaufe empfangen hatten. Bitte verstehe das richtig: Gott kann Dich natürlich auch schon vor Deiner Geistestaufe gebrauchen. Denn wenn Er Dir z.B. spontan etwas aufträgt, dann solltest Du das auch tun. Aber langfristig gesehen brauchst Du die Geistestaufe, um aus Seiner Fülle heraus zu wirken. Der Strom Gottes möchte aus Dir heraus (s. Johannes 7,37-39) und in diese Welt hinein fließen.

Die Geistestaufe ist eine größere Fülle in Gott

Du kannst mit den Füßen im Wasser stehen, aber Du kannst auch bis zu den Hüften ins Wasser gehen, sogar darin schwimmen, tauchen und Dich vom Wasser treiben lassen. Und so ist es auch mit dem Heiligen Geist, dem Strom Gottes (s.  Hesekiel 47,1-12; Offenbarung 22,1-2). Der himmlische Vater möchte uns in Seinem Geist untertauchen – wenn wir es auch wollen.
Und Du entscheidest auch selbst, wieviel Du von der Fülle empfangen möchtest. Es gibt immer „noch mehr“ von Gott! Deine Beziehung zu Gott kann sich immer weiter vertiefen.

„Wie empfange ich die Geistestaufe von Gott?“

Zuerst kannst Du Gott vertrauen, dass Du die Taufe im Heiligen Geist empfangen darfst.

Du musst nicht erst „heiliger werden“,
bevor Du die Geistestaufe von Gott empfangen kannst

Wenn es um ein Verdienen gehen würde, dann würden wir alle die Geistestaufe nicht bekommen. Gott gibt sie aus Gnade!  Wir können nur „heilig leben“ durch den Heiligen Geist. Wir können das nicht aus uns selbst… Aus diesem Grund nennt Jesus den Heiligen Geist doch auch unseren „Beistand“ oder „Helfer“ (s. Johannes 15,26). Der Heilige Geist will uns helfen und befähigen, aus Seiner Kraft zu leben.
Es geht also nicht darum, dass Du versuchst besser zu werden und dann erst die Geistestaufe bekommst. Du brauchst die Geistestaufe, die Dich dann verändert. Wenn Du das erkennst, wird Dich das freisetzen und Dir auch leichter fallen, Dich dem Heiligen Geist ganz hinzugeben.

Vielleicht hast Du ein großes Problem mit einer bestimmten Sünde, von der Du noch nicht frei geworden bist. Und vielleicht glaubst Du, dass Du deshalb für die Geistestaufe „unwürdig“ bist. Aber Jesus sagt doch selbst, dass gerade die „Kranken“ den Arzt, Ihn selbst, brauchen (s. Markus 2,17). Und Jesus hat uns auch schon bei der Bekehrung den Heiligen Geist aus Gnade gegeben. Ich glaube, jeder sollte hier zugeben, dass er zum Moment seiner Bekehrung noch in alten Verhaltensmustern steckte.
Erkenne, dass Du die Geistestaufe brauchst und dass Gott sie wirklich aus Gnade geben will. Das setzt Dich frei. Du kannst die Geistestaufe und das Sprachengebet bekommen, weil Gott gut ist. Er hat nur Lieblingskinder. Er beschenkt uns alle gerne. Niemand ist zu kaputt oder zu dreckig für Ihn.
Und das ist auch keine Ausrede, um weiter zu sündigen (s. Römer 6,1-3)! Es geht darum, dass wir uns vom Heiligen Geist verändern lassen (s. 2. Korinther 3,17-18) und es nicht selbst aus eigener Kraft versuchen.

Geistlicher Hunger ist der „Schlüssel“

Willst Du Gott stärker erleben? Willst Du, dass sich Deine Beziehung zu Gott vertieft? Willst Du aus der Kraft des Heiligen Geistes leben und dienen?

Wenn Du das alles mit „Ja“ beantworten kannst, dann sind das gute Voraussetzungen, dass Du die Geistestaufe von Gott empfängst. Denn der „Schlüssel“ dazu ist geistlicher Hunger nach Gott! In dieser Erwartungshaltung waren auch die Jünger. Da Jesus ihnen die Kraft aus der Höhe verheißen hat, erwarteten sie dies auch.

Bitte Jesus, dass Er Dich in Seinem Heiligen Geist tauft

Jesus ist der Täufer im Heiligen Geist (s. Markus 1,6-8; Johannes 1,32-34). Du kannst die Geistestaufe direkt von Gott erhalten (s. Apostelgeschichte 2; Apostelgeschichte 10,44-46).

Es reicht ein einfaches Gebet, in dem Du Gott sagst, dass Du auch in Sprachen beten willst.
Und dann bete Ihn einfach an, zuerst in Deiner Muttersprache und erwarte, dass das Sprachengebet dann während dem Beten fließen wird. Mach das nicht mit Druck und Krampf, sondern richte Deinen Fokus auf Jesus.
Bei manchen fließen die Worte sofort heraus, bei anderen ist es erst ein Wort oder Satz. Es ist auch oft so, dass Du die Worte schon in Gedanken hörst und dann anfängst, es auszusprechen. Es kann dann zu einem „Fluss“ kommen und weitere Worte herausfließen.

Oder bitte einen anderen Christen, mit Dir zu beten und Dir die Hände aufzulegen

Oder Du bittest einen anderen Christen (der die Geistestaufe schon erhalten hat), dass er mit Dir gemeinsam dafür betet und Dir die Hände auflegt. Auch das kann richtig sein (s. Apostelgeschichte 19,6; auch in 2.Timotheus 1,6 steht von Handauflegung und Empfang einer Gabe von Gott).

Ich habe auch ein Video gemacht (Deutsch mit zusätzlichen Untertiteln auf Englisch). Darin bete ich für jeden Christen, der die Taufe im Heiligen Geist und das Sprachengebet will. Wenn Du magst, kannst Du mit mir gemeinsam beten.

Zum Video:

(Externer Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=HppT3sKiztw )

(Das Video beinhaltet englische Untertitel als Übersetzung für den deutschen Text. Die Untertitel können mit dem Klick auf das Symbol „Captions“ aktiviert bzw. deaktiviert werden.)

Woran Du erkennst, dass Du die Geistestaufe empfangen hast

Wie schon erwähnt, ist das sichtbare Zeichen der Geistestaufe das Sprachengebet.
Wenn Du Gott gerade um die Geistestaufe gebeten hast, aber noch nicht in Sprachen betest, vertraue, dass es noch kommt. Und wenn Du die neuen Worte vom Heiligen Geist innerlich hörst, sprich sie aus. Selbst wenn es nur ein Wort sein sollte: Fang an, das auszusprechen.
Bei manchen Christen kommt das Sprachengebet sofort, manchmal kann es aber auch länger dauern. Es kann auch Tage oder Wochen dauern, bzw. solange, wie noch eigene Hemmungen da sind. Wenn Du Blockaden merkst, bitte Gott, sie Dir zu nehmen und Dir dabei zu helfen, Dich Ihm hinzugeben.
Und Gott nimmt Dir nicht die komplette Kontrolle oder Deinen freien Willen, wenn Du es nicht willst. Hab deshalb keine Angst.

Wenn Du jetzt gerade Zeit und Ruhe dazu hast, dann bete Gott noch weiter an.

….

Übrigens kannst Du diese erste Erfahrung der Geistestaufe immer wieder machen!

Die Geistestaufe selbst ist ein einmaliges Ereignis. Die Jünger wussten an Pfingsten: „Jetzt haben wir die Kraft aus der Höhe empfangen!“ Die Geistestaufe ist somit auch der Beginn, wo Du in die Fülle des Heiligen Geistes hineinkommst. Die Quelle in Dir hat angefangen aus Dir herauszusprudeln!

Und diese Quelle sollte immer wieder neu aus Dir sprudeln! Der Heilige Geist ist doch lebendiges Wasser und lebendiges Wasser bleibt in Bewegung und nicht stehen oder gar versickern…
Das neue Heraussprudeln geschieht, wenn Du Dich dem Heiligen Geist hinhältst: In der persönlichen Begegnung mit Gott, im Gebet, in der Anbetung, beim (geistgeführten) Bibellesen oder bei einer (geistgeführten) Predigt und Lehre; in der Gemeinschaft mit anderen Christen wo der Heilige Geist Freiraum hat; beim Gespräch oder beim Dienst mit/an Menschen, die Jesus noch nicht kennen,… etc.

Du kannst und solltest Dich also auch nach Deiner Geistestaufe immer wieder neu vom Heiligen Geist erfüllen lassen. Im Neuen Testament heißt es dazu, dass man „voll Heiligen Geistes“ werden kann (s. Lukas 4,1 und weitere Stellen).
Und auch in Epheser 5,18 (SLT) steht die Aufforderung an uns:

„Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist,
sondern werdet voll Geistes;“

Baptism In The Holy Spirit


Weitere Artikel zum Thema Geistestaufe:

  • Wassertaufe
    (Ergänzend zum Abschnitt über den Unterschied zwischen Wassertaufe und Geistestaufe. Die Wassertaufe ist die Taufe im Wasser und die Geistestaufe die Taufe im Heiligen Geist.)
  • Gemeinschaft
    (Ergänzend zum Abschnitt, dass Du Dir für die Taufe im Heiligen Geist auch von anderen Christen die Hände auflegen oder mit ihnen dafür beten kannst.)
  • Das Wirken des Heiligen Geistes
    (Von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org, mit sehr vielen Artikeln zum Thema Heiliger Geist, Geistesgaben etc., in Audio- und in Textform)
  • “Wie finde ich meine Berufung?”
    (Ergänzend zum Thema Geistestaufe, da Gott jedem Christen Gaben und Berufungen gibt. In dem Artikel gibt es auch weitere Beiträge zum Thema Berufung.)

 

Weitere Artikel zum Thema Sprachengebet und Sprachengesang etc.:

  • Das Wirken des Heiligen Geistes
    (Von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org, mit sehr vielen Artikeln zum Thema Heiliger Geist, Geistesgaben etc., in Audio- und in Textform)
  • “Was bedeutet die Musik ‘Heavenly Sounds’?”
    (Kommt noch – Darin mehr zum Sprachengesang in der Hintergrundmusik in der Botschaft)

 


 Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


 Viele weitere Artikel zum Thema Jüngerschaft/Nachfolge findest Du auch hier:

 


Link to the children’s article in German (Link zum Kinder-Artikel auf Deutsch):
Geistestaufe (Kinderversion)


Link to the children’s article in English (Link zum Kinder-Artikel auf Englisch):
Spirit Baptism (Children’s Version)


Link to the detailed article in English (Link zum ausführlichen Artikel auf Englisch):
Spirit Baptism (Detailed Article)


Wassertaufe

Baptism in Water

Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Dann gibt es noch einen vierten Punkt. Dieser vierte Schritt ist die Wassertaufe. Das Untertauchen im Wasser. Es symbolisiert, dass Du Jesus Dein Leben hingegeben hast und jetzt alles neu geworden ist. Dass Dein altes Ich gekreuzigt wurde, Du mit Ihm geistlich gesehen gestorben und dann aber auch wieder mit Ihm auferstanden bist! Es steht für das Sterben und Wiederauferstehen.

Das Untertauchen ist die richtige Wassertaufe, auch die ersten Christen machten das so. Die Babytaufe oder das Besprengen mit Wasser ist dagegen nicht richtig. Vielleicht denkst Du: „Ich bin doch schon als Baby getauft worden, das muss doch reichen.“ Nein, bitte lass Dich nochmal richtig und biblisch taufen mit dem Untertauchen im Wasser. Schau einfach vor Ort, ob da Christen sind, die Dich taufen können.

Was die Wassertaufe ist, warum Du sie brauchst und wie Du Dich taufen lassen kannst, wirst Du im Folgenden erfahren.

„Was ist die Wassertaufe?“

Zuerst schauen wir uns aber einmal an, was die Wassertaufe nicht ist:

Der Unterschied zwischen Geistestaufe und Wassertaufe

Das erste Thema dieser Reihe „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“ war die Geistestaufe. Deshalb nennen wir die Wassertaufe in diesem Teil nicht nur „Taufe“, um von der Geistestaufe zu unterscheiden. Um kurz den Unterschied zu erklären: Die Geistestaufe (Taufe im Heiligen Geist) ist die Ausrüstung mit der Kraft des Heiligen Geistes. Die Wassertaufe (Untertauchen in Wasser) dagegen ist das Bekenntnis vor der physischen und geistlichen Welt für die Entscheidung für Jesus.

Der Unterschied zwischen Bekehrung und Wassertaufe

Die Geistestaufe und die Wassertaufe sind nicht heilsnotwendig. Nur durch Deine Entscheidung für Jesus bist Du gerettet. Mit der Wassertaufe drückst Du diese Entscheidung dann aus.
Mehr dazu auch in einem anderen Artikel unserer Internetseite: „Reicht das Übergabegebet aus, um gerettet zu werden?“

Jetzt zur Wassertaufe, wie wir sie heute benötigen

Nach Seiner Auferstehung gab Jesus den Jüngern (und somit auch uns) den Auftrag, dass sie die Menschen, die sich zu Ihm bekehren werden, auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen sollen (s. Matthäus 28,19).

Die Wassertaufe ist eine symbolische Handlung und ein Zeichen vor der physischen und geistlichen Welt

Die Wassertaufe drückt symbolisch aus, dass bei Deiner Bekehrung zu Jesus Dein altes Leben geistlich gesehen mit Jesus am Kreuz gestorben ist und Du von Ihm ein völlig neues Leben bekommen hast. Jesus hat am Kreuz Deine Sünden, aber auch Dein altes sündiges Wesen getragen (s. 2. Korinther 5,14-17). In Römer 6,3 (SLT) heißt es:

„Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind?“

Deshalb geschieht die Wassertaufe durch Untertauchen im Wasser, weil es den Tod und die Auferstehung symbolisiert.

Die Wassertaufe ist ein Bekenntnis für Dein neues Leben mit Jesus

Du wurdest aus der Herrschaft der Finsternis in die Herrschaft des Lichts, in das Reich Gottes hineinversetzt (s. Kolosser 1,13-14). Du bist ein Königskind von Gott geworden. Dieser Herrschaftswechsel ist bereits bei Deiner Bekehrung zu Jesus geschehen.
Bei der Wassertaufe drückst Du das als ein Bekenntnis aus. Die Wassertaufe ist also nach Deiner Bekehrung zu Jesus auch ein Bekenntnis vor Gott und den Menschen, dass Du ein neues Leben mit Jesus begonnen hast.

„Warum brauche ich die Wassertaufe?“

Dazu nochmal eine kurze Zusammenfassung:

 Warum Du die Wassertaufe brauchst

Du brauchst die Wassertaufe als symbolische Handlung, die als ein Zeichen vor der physischen und geistlichen Welt ausdrückt, dass Du bei Deiner Bekehrung geistlich gesehen mit Jesus gestorben und wiederauferstanden bist.

Du brauchst die Wassertaufe nach Deiner Entscheidung für Jesus als ein Bekenntnis vor Gott und den anderen Christen, dass Du ein neues Leben mit Jesus begonnen hast.

„Wie kann ich mich taufen lassen?“

Jetzt schauen wir uns mal an, wie Du Dich taufen lassen kannst.
Wegen dem Verständnis nennen wir es im Folgenden meistens nur kurz „Täufling“ für den Christen, der getauft wird und „Täufer“ für einen Christen, der tauft.

„Muss ich mich erst noch ‚heiligen‘, bevor ich getauft werden darf?“

So wie auch die Geistestaufe aus Gnade gegeben wird, so ist es auch mit der Wassertaufe, dass allein Deine Entscheidung für Jesus genügt.
Denn wir alle brauchen die Vergebung von Jesus durch Sein Opfer am Kreuz. Und wir haben uns zu Ihm bekehrt, weil wir das erkannt haben, dass wir Ihn brauchen. Genau das ist es, was mit „Buße“ gemeint ist, als Petrus sagte:

„Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“
(s. Apostelgeschichte 2,38 SLT)

„Buße tun“ bedeutet, von Herzen zu Gott umzukehren. Das ist eine innere Erkenntnis und Herzensausrichtung. Diese erste Buße war Deine Bekehrung! Diese erste Buße reicht für Gott aus, um uns zu retten und mit Seinem Heiligen Geist in uns Wohnung zu machen. Die ersten Christen wurden nach dieser Buße, ihrer Bekehrung, sofort getauft. Wie man sieht, wurde sogar nicht erst gewartet, bis die Menschen von bestimmten Sünden wie z.B. von Süchten frei wurden. Nein, die Entscheidung für Jesus reichte aus, dass sie getauft wurden.

Das heißt nicht, dass Du nach der Bekehrung und Wassertaufe weiter sündigen sollst. Wir können zwar noch immer sündigen, wenn wir uns mit freiem Willen dazu entscheiden. Aber deshalb sollen wir uns im alten sündigen Handeln, Denken etc. von Gott verändern lassen. Das kann man auch „Heiligung“ nennen (s. Römer 6,19). Jesus selbst ist unsere Heiligung (s. 1. Korinther 1,30-31). Das heißt, dass wir von Ihm verändert werden. Er verändert uns durch den Heiligen Geist (s. z.B. 2. Korinther 3,18). Das geschieht in Deiner Gemeinschaft mit Ihm (im Gebet, in der Anbetung, beim Bibellesen etc.), in der Du Ihn näher kennenlernst und in der Er sozusagen auf Dich abfärbt.

Wenn Du trotzdem mal sündigst, dann kannst Du es Jesus bekennen und Ihn um Vergebung bitten. In 1. Johannes 1,19 (SLT) heißt es dazu:

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

„Buße“ ist also gleichzeitig auch ein lebenslanger Prozess, in dem Du Dich von Jesus in Seiner Gegenwart von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verändern lässt (s. 2. Korinther 3,18).

Mehr dazu auch in diesem Artikel: „Was bedeutet ‚Buße tun‘?“ (Kommt noch)  

Auf das Thema „Buße“ kommen wir später, am Ende von diesem 4. Schritt, nochmal zurück.

„Wo kann ich getauft werden?“

Im Neuen Testament können wir lesen, wie sich die ersten Christen in Seen und Flüssen taufen ließen. Dabei zählt aber nicht der Ort selbst, sondern nur, dass das Wasser tief genug ist und sich zum Taufen eignet.
So war es auch bei der Wassertaufe des Kämmerer, nachzulesen in Apostelgeschichte 8,26-40. Als Philippus und der Kämmerer sich über Jesus unterhielten, heißt es, dass sie „zu einem Wasser“ kamen. Und der Kämmerer sagte zu Philippus: „Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?“ (s. Apostelgeschichte 8,36,). Und nachdem Philippus ihm erklärte, dass die Taufe nur dann erlaubt ist, wenn er an Jesus glaubt und der Kämmerer Jesus bekannte, taufte Philippus ihn daraufhin.

Hier ein paar weitere Möglichkeiten, wo Du Dich taufen lassen kannst: In einem Badesee, in einem öffentlichen Schwimmbad, in einem aufblasbaren Schwimmbecken (z.B. in einem Plantschbecken im Garten), in einer Badewanne etc. Manche Gemeinden haben auch ein selbstgebautes Taufbecken zum Untertauchen im Wasser.

„Wie oft muss ich mich taufen lassen?“

Die Wassertaufe ist ein einmaliges Ereignis (s. auch Epheser 4,4-6). Wir können nachlesen, dass die ersten Christen sich unmittelbar nach ihrer Entscheidung für Jesus taufen ließen, aber nicht, dass sie mehrmals getauft wurden. Wenn Du aber schon als Baby getauft wurdest oder eine andere Taufe hattest, dann lass Dich nochmal richtig mit Untertauchen taufen.

„Kann ich mich auch selbst taufen?“

Im Neuen Testament lesen wir nichts davon, dass ein Christ sich selbst getauft hat. Selbst Jesus ließ sich als Vorbild von einem anderen, von Johannes dem Täufer, taufen (s. Matthäus 3,13-17). Man kann sich also nur von einem anderen Christen im Wasser taufen lassen.

„Muss ich mich offiziell taufen lassen oder reicht es, wenn nur der Täufer anwesend ist?“

Es kann schon ausreichen, wenn nur zwei Christen anwesend sind: Der Täufer und der Christ, der von ihm getauft wird. Ein Beispiel ist dazu ist wieder Philippus und der Kämmerer (s. Apostelgeschichte 8,26-40). Wenn Gott gewollt hätte, dass bei der Wassertaufe noch weitere Zeugen dabei sind, dann hätte Er es Philippus sagen können. Philippus hätte ja z.B. den Kämmerer zu den anderen Christen einladen können. Stattdessen wurde Philippus, sofort nachdem er getauft hatte, vom Heiligen Geist an einen anderen Ort entrückt und der Kämmerer ging mit Freude seinen Weg alleine weiter (s. Apostelgeschichte 8,39-40).

Es kann aber trotzdem gut sein, wenn noch weitere Christen bei Deiner Wassertaufe dabei sind. Dann kannst Du die Freude mit ihnen gemeinsam teilen.

„Wer kann taufen?“

Im Neuen Testament lesen wir nichts davon, dass nur ein Christ taufen dürfte, der eine bestimmte Leitungsposition (z.B. als Lehrer, Hirte etc.) hat. Es steht auch nichts davon, dass nur Männer und nicht auch Frauen taufen dürften. Denn in Christus gilt nun weder Mann noch Frau, sondern eine neue Schöpfung und zwar als Kinder Gottes (s. Galater 3,26-28; 2. Korinther 5,16-17). In Matthäus 28,19 (SLT) sagt Jesus zu den Jüngern:

„So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

Dieser Auftrag richtet sich aber nicht nur an die ersten Jünger, sondern auch an alle gläubig gewordenen Christen. Auch der Missionsbefel in Markus 16,15-16 gilt für alle Christen. Das beinhaltet auch den Auftrag, andere Christen zu taufen. Das heißt, dass jeder Christ einen anderen Menschen, der sich zu Jesus bekehrt hat, taufen darf.

„Gibt es einen bestimmten Taufspruch, den der Täufer während der Wassertaufe sprechen sollte?“

Jesus sagte den Jüngern, dass sie die Menschen, die sich zu Ihm bekehren werden, „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ taufen sollen (s. Matthäus 28,19). Wenn ein Christ einen anderen Christen tauft, dann kann er deshalb zu ihm sagen: „Ich taufe Dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

„Und wenn ich keinen anderen Christen kenne, der mich taufen kann?“

Wenn Du noch keinen Kontakt zu anderen Christen hast, dann kannst Du in einer christlichen Gemeinde fragen, ob sie Dich dort taufen können. Mehr dazu auch im Abschnitt „Wie finde ich Gemeinschaft mit anderen Christen?“ im Artikel „Gemeinschaft“.

„Trete ich mit der Wassertaufe zu einer christlichen Gemeinschaft bei?“

Wenn ein Mensch sich zu Jesus bekehrt, dann gehört er als Kind Gottes zur himmlischen Familie. Er zählt dann zum Leib Christi, von dem er ein Glied geworden ist.
Die ersten Christen zögerten mit der Wassertaufe nach der Bekehrung nicht lange. In 1. Korinther 12,13 (SLT) heißt es:

„Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist.

Damit ist nicht eine einzelne Gemeinde gemeint, sondern der Leib Christi. Denn alle Gläubigen weltweit werden als der Leib Christi bezeichnet (s. 1. Korinther 12,12-27; Römer 12,4-5; Epheser 4,7-16). Siehe dazu auch der Abschnitt „Der Leib Christi“ im Artikel „Gemeinschaft“.

Trotzdem ist es richtig, auch Gemeinschaft mit anderen Christen zu suchen.
In manchen Gemeinden ist es üblich, dass der Täufling gefragt wird, ob er nach der Wassertaufe zu der Gemeinschaft dazugehören möchte. Diese Entscheidung sollte dem Gläubigen selbst überlassen und nicht aufgezwungen werden. Gott kann Dir zeigen, in welcher Gemeinschaft Du Dich mit anderen Christen treffen sollst. Siehe dazu auch der Abschnitt „Wie finde ich Gemeinschaft mit anderen Christen?“ im Artikel „Gemeinschaft“.

„Kann man auch Kinder taufen?“

Wie wir im Neuen Testament lesen können, werden die Menschen erst dann getauft, wenn sie selbst eine Entscheidung für Jesus getroffen haben. Das wird auch in der Aussage von Philippus an den Kämmerer deutlich: „Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt!“ (s. Apostelgeschichte 8,36-37 SLT) Die Babytaufe ist somit nicht richtig, da Säuglinge noch keine Entscheidung für Jesus ausdrücken können. Ältere Kinder können aber schon ihren freien Willen äußern. Man kann nicht pauschal sagen, „ab welchem Alter“ ein Kind getauft werden darf. Aber wenn ein Kind – egal welchen Alters – sich selbst für Jesus entscheidet, dann darf es auch getauft werden.

Statt Babys zu taufen, sollte man sie segnen. Ein Beispiel dazu ist Jesus, als Leute Kinder zu ihm brachten, damit er sie segne und für sie bete, was Er auch gerne tat (s. Matthäus 19,13-15). Bei so einer Kindersegnung kann man Gutes von Gott über dem Kind aussprechen und für die Gesundheit, das Wachstum etc. beten.

Auf der Kinderseite findest Du übrigens mehrere Artikel über und für Kinder und den Glauben.

„Brauche ich eine Vorbereitung vor der Wassertaufe?“

Eine Vorbereitung vor der Wassertaufe (außer Deiner Bekehrung) ist nicht zwangsläufig notwendig. Wie wir im Neuen Testament lesen können, wurden die ersten Christen sofort nach ihrer Entscheidung für Jesus getauft. Auch der Kämmerer hatte keine weitere Vorbereitung, außer seiner Bekehrung und dass er sich vor Philippus zu Jesus bekannte. Der Kämmerer wusste außerdem auch, dass er die Wassertaufe braucht. Diese „Bedingungen“ reichen völlig aus, dass jemand getauft werden kann.

Es reicht also aus, wenn die Christen, die sich taufen lassen möchten, erklärt bekommen, was die Wassertaufe ist und wie sie ablaufen wird. Natürlich sollten sie auch gefragt werden, ob sie eine klare Entscheidung für Jesus getroffen haben. Es kann sein, dass manche sich aus einem anderen Grund taufen lassen wollen. Vielleicht weil sie glauben, dass sie nur oder erst durch die Wassertaufe gerettet werden oder vielleicht weil sie durch die Wassertaufe ein Mitglied der Gemeinschaft werden wollen oder aus einem anderen Grund. Das kann dann auch in der Vorbereitung erklärt werden, dass allein die Entscheidung für Jesus notwendig ist.

Eine weitere Vorbereitung muss aber nicht grundsätzlich falsch sein. Es kann hilfreich sein, wenn Du manches vorher mit dem Täufer besprichst. Hier ein paar Beispiele:

Was Du vor der Wassertaufe machen kannst

Hast Du Angst vor dem Wasser, z.B. vor tieferem Gewässer oder weil Du Nichtschwimmer bist? Diese Angst darf Dich nicht davon abhalten, dass Du Dich taufen lässt. Besprich das doch ganz offen mit dem Täufer oder auch mit weiteren Christen und betet gemeinsam. Du kannst diese Angst mit Jesus überwinden! Vielleicht ist ja gerade Deine Wassertaufe die Möglichkeit, dass Du die Angst vor dem Wasser besiegst.
Es gibt ja auch die Möglichkeit, dass Du Dich in niedrigem Gewässer, z.B. in einem aufblasbaren Schwimmbecken oder in einer Badewanne taufen lässt. Und wenn Du vorher den Christen, die bei Deiner Wassertaufe dabei sind, von der Angst erzählst, dann kann auch das eine Erleichterung für Dich sein. Auch der Täufer kann sich so darauf einstellen, indem er Dich z.B. nur ganz kurz unter Wasser hält.

Auch wie lange Du unter Wasser bleiben willst, kannst Du mit dem Täufer vorher besprechen. Keine Sorge, die Wassertaufe ist auch dann wirksam, wenn Du nur kurz unter Wasser warst. Es kann aber gut sein, nicht nur kurz, sondern mehrere Sekunden unter Wasser zu bleiben. Denn in dem Moment unter Wasser kannst Du Dir nochmal verinnerlichen, dass Dein altes Ich mit Jesus gestorben ist. Und wenn Du dann wieder aus dem Wasser gehst, kannst Du Dir verinnerlichen, dass Du mit Jesus wiederauferstanden bist.

Es muss nicht zwangsläufig sein, aber es kann vorkommen, dass Du in der Zeit vor der Wassertaufe plötzlich falsche Zweifel oder Ablenkungen erlebst. Das können geistliche Angriffe sein. Solche Angriffe können vorkommen, wie auch bei vielen anderen Schritten auf dem Weg der Nachfolge. Wenn Du einen Schritt im Glauben gehst, dann ist das wie eine neue Ebene, die Du betrittst. Und der Feind, Satan, will ja nicht, dass wir geistlich wachsen.
Die Hindernisse können z.B. sein, dass Du an dem Tag, an dem Du getauft werden sollst, plötzlich an Deinen Arbeitsplatz musst. Oder dass Du als Frau ausgerechnet an dem Tag die Menstruation bekommst. Auch für solche Hindernisse kann es Lösungen geben. Frag Gott auch, wie Er die Situation sieht und ob es eine Möglichkeit gibt, dass Du Dich trotzdem noch an dem Tag taufen lässt. Falls es gar nicht anders geht und Du die Wassertaufe verschieben musst, dann verzögere den Termin am Besten nicht zu lange.

Das soll Dich jetzt nicht entmutigen, sondern Dich darin bestärken, dass Du auf dem richtigen Weg bist. Solche Herausforderungen, falls sie auftreten, sind normal. Aber Du kannst sie überwinden!

Was Du nach der Wassertaufe machen kannst

Wie wir vorhin schon erwähnt haben, ist „Buße“ ein Prozess. Dein „neuer Mensch“ (Dein Geist) ist bei der Bekehrung durch den Heiligen Geist ganz von Neuem geboren wurden. Aber Du kannst Dich entscheiden, ob Du noch im „alten Mensch“ (in sündigem Handeln, Denken etc.) leben willst. Du bist Sein Königskind geworden. Und Du bist es auch dann noch, wenn Du mal gesündigt hast. Aber Jesus will Dir helfen, auch als Sein Königskind zu leben.

In einem weiteren Artikel unserer Internetseite kannst Du mehr über Deine Identität in Jesus lesen: „Vom Bettlerkind zum Königskind! – Über Deine neue (wahre) Identität in Jesus“ (Kommt noch)

Und auch zu dem Thema Heiligung und zum Thema Heilung findest Du auf unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org unter Innere (seelische) Heilung und Heilung allgemein weitere Artikel in Audio- und in Textform. Mit „Heiligung“ ist vor allem innere (seelische) Heilung gemeint, die in der Begegnung mit Jesus geschieht. Dabei erkennst Du auch Deine neue Identität in Ihm.

Es ist gut, wenn Du nach der Wassertaufe Altes loslässt. Praktisch gesehen kannst Du das so machen:
Halte Dich Gott hin (in Gebet, Anbetung etc.) und frage Ihn, was Du an Altem loslassen sollst. Das können alte Gewohnheiten sein. Es können auch Dinge sein, die nicht gut für Dich sind und die Du wegwerfen sollst (s. Apostelgeschichte 19,19). Lass es Dir von Ihm persönlich zeigen. Er will Dir stattdessen etwas Besseres geben! Und wenn Du auf das Neue siehst, dann erfüllt das Deinen Geist mit so viel Freude, dass Du gar nicht mehr das Alte willst.

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“
(2. Korinther 5,7 SLT)

 Green Lake Swimming


Weitere Artikel zum Thema Wassertaufe:

  • Geistestaufe
    (Ergänzend zum Abschnitt über den Unterschied zwischen Wassertaufe und Geistestaufe. Die Wassertaufe ist die Taufe im Wasser und die Geistestaufe die Taufe im Heiligen Geist.)
  • Gemeinschaft
    (Ergänzend zum Abschnitt, dass man von einem anderen Christen getauft wird.)
  • ”Vom Bettlerkind zum Königskind! – Über Deine neue (wahre) Identität in Jesus“
    (Kommt noch. Ergänzend zum Abschnitt über den „alten Menschen“ und den „neuen Menschen“. Über Deine neue Identität, die Du bei Deiner Lebensübergabe an Jesus bekommen hast.)

  • Innere (seelische) Heilung und Heilung allgemein
    (Ergänzend zum Thema Identität und Heiligung. Mit „Heiligung“ ist vor allem innere (seelische) Heilung gemeint, die in der Begegnung mit Jesus geschieht.
    Von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org, mit sehr vielen Artikeln zum Thema Heilung in Audio- und in Textform.)
  • Kinderseite
    (Als Ergänzung zum Abschnitt darüber, dass auch Kinder nur getauft werden sollen, wenn sie schon eine Entscheidung für Jesus getroffen haben. Auf der Kinderseite findest Du mehrere Artikel über und für Kinder und den Glauben.)

 


Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Viele weitere Artikel zum Thema Jüngerschaft/Nachfolge findest Du auch hier:

 


Link to the children’s article in German (Link zum Kinder-Artikel auf Deutsch):
Wassertaufe (Kinderversion)


Link to the children’s article in English (Link zum Kinder-Artikel auf Englisch):
Water Baptism (Children’s Version)


Link to the detailed article in English (Link zum ausführlichen Artikel auf Englisch):
Water Baptism (Detailed Article)


Bibel

Herz Schatten Ring auf Buch Bibel 2

Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Als Nächstes ist es natürlich auch wichtig, dass Du weißt, wohin Du gehst. Jesus gibt Dir sozusagen die Wegbeschreibung mit. Diese Wegbeschreibung steht für die Bibel bzw. für Gottes Wort. Denn auf Deinem Weg mit Jesus brauchst Du Klarheit über Seinen Willen für Dein Leben und in bestimmten (Lebens-)Bereichen.

Für manche Menschen ist die Bibel nur ein altes „verstaubtes“ Geschichtsbuch oder sogar nur ein erfundenes Märchenbuch. Vielleicht siehst auch Du die Bibel so. Und vielleicht hast Du mal in ihr gelesen oder Texte daraus gehört (z.B. in einer Kirche, im Religionsunterricht in der Schule etc.) und hast es einfach nur langweilig gefunden.

Oder Du gehörst zu denjenigen, die mit ernsthaftem Interesse in der Bibel gelesen, aber sie einfach nicht verstanden haben. Da waren vielleicht Stellen, die Du als widersprüchlich empfunden hast. Und dann hast Du die Bibel beiseite gelegt und mit dem Bibellesen aufgehört.

Wenn es Dir so ging, dann möchten wir Dir auch gerne erklären, woran das lag, dass Dir das Bibellesen so mühsam vorkam.

Was die Bibel ist, warum Du sie brauchst und wie Du sie richtig liest, wirst Du im Folgenden erfahren.

„Was ist die Bibel?“

Die Bibel ist ein ganz besonderes und einmaliges Buch.

Denn die Bibel ist das geschriebene Wort Gottes

Die Bibel ist kein von Menschen inspiriertes Buch, wie z.B. ein Roman. Die Schriften der Bibel wurden zwar von Menschen geschrieben, aber der Heilige Geist hat ihnen das eingegeben, was sie schreiben sollen (s. 2. Petrus 1,19-21).

Diese Schriften wurden über Jahrtausende hinweg geschrieben und den nächsten Generationen überliefert. Und später wurden sie aus dem Hebräischen und Griechischen in viele weitere Sprachen übersetzt. Der Übersetzungsprozess hält bis heute an, da es auf der Welt geschätzte 7000 Sprachen gibt.

Vielleicht fragst Du Dich, ob der Wahrheitsgehalt bei so einem alten Buch noch stimmt und ob nicht doch manche Texte darin geändert, ergänzt oder verfälscht wurden. Aber Gott ist fähig, Sein Wort vor Vergessenheit und Fälschung zu schützen. Er wacht über Seinem Wort (s. Jeremia 1,12).

Allerdings gibt es heute mehrere Bibelübersetzungen, wovon manche sehr frei übersetzt wurden, um sie der heutigen Sprache anzupassen. Leider wurden dadurch manche Bibelstellen so verändert, dass ihre ursprünglichen Aussagen weniger und manchmal sogar anders ausgedrückt werden. Deshalb ist es gut, wenn Du eine Bibelübersetzung wählst, die nahe am Urtext ist. Unter dem Abschnitt „Achte auf eine dem Urtext nahe Bibelübersetzung“ findest Du dazu empfohlene Bibelübersetzungen.

„Was ist aber mit Menschen, die noch nie von der Bibel gehört haben?“

Die Bibel wurde in sehr viele Sprachen übersetzt und an den meisten Orten der Welt verbreitet. Es gibt aber noch immer Völker, die noch nie von der Bibel erfahren haben. Entweder, weil sie nicht in ihre Sprache übersetzt wurde, weil die Botschaft von Jesus in ihrer Umgebung oder in ihrem Volk noch nicht verkündet wurde oder weil in dem Land die Bibel verboten wurde und der christliche Glaube verfolgt wird.
Aber Gott hat jedem Menschen einen freien Willen gegeben. Und dazu gehört auch die Entscheidung zwischen Gut und Böse, für oder gegen Gott. Auch wenn diese Menschen keine Bibel haben, können sie sich mit ihrem freien Willen und mit ihrem Gewissen für oder gegen Gott entscheiden. Mehr dazu kannst Du auch in einem anderen Artikel lesen, den wir geschrieben haben: „Was ist mit Menschen, die noch nie vom Evangelium gehört haben?“ (KOMMT NOCH)

Vielleicht denkst Du: „Ich habe aber eine Bibel und habe schon so oft drin gelesen, aber ich verstehe es einfach nicht!“ Das liegt daran, weil man die Bibel nur durch den Heiligen Geist verstehen kann.

Der Heilige Geist entschlüsselt Dir das Wort

Und Er sagt Dir sozusagen: „Ich erkläre Dir, wie Du die Bibel liest. Ich erkläre Dir, was es bedeutet.“ Und plötzlich ist es, wie wenn Dir ein Licht aufgeht und Du erkennst: „Hey, plötzlich wird mir alles klar!“ Und Du kannst den Heiligen Geist auch bitten, Dir manches zu erklären: „Was bedeutet dieser Text? Und was bedeutet es für mich persönlich?“ Er macht Dir dann das Wort lebendig.

Mit der Bibel ist es nämlich so: Ohne den Heiligen Geist versteht man sie nicht. Ohne Offenbarung durch den Heiligen Geist ist es so, als würde man ein Geschichtsbuch oder einen Roman lesen. Dabei trittst Du ja in keinen Kontakt mit dem Autor. Anders ist es mit der Bibel. Der Heilige Geist möchte Dich in einen lebendigen Kontakt mit Ihm, dem Schöpfer selbst, bringen.

Wenn Du Jesus Dein Leben übergeben hast, dann ist in dem Moment der Heilige Geist in Dich gekommen und bleibt in Dir. Dadurch, dass Du dann ein Kind Gottes geworden bist, wirst Du auch fähig, Gott (von Geist zu Geist) mehr und mehr zu erkennen.
Der Heilige Geist macht Dir auch den Bibeltext lebendig. Man kann das mit einem 3D-Film vergleichen. Vielleicht kennst Du solche 3D-Filme, für die man eine bestimmte Brille benötigt, um sie so plastisch ansehen zu können. Ohne diese Brille sieht man den Film verschwommen und keine klaren Umrisse. Aber wenn man die 3D-Brille aufsetzt, dann wird der Film plastisch und zum Greifen nah. Ähnlich ist es, wenn der Heilige Geist Dir einen Bibeltext lebendig macht. Es ist, als würde Er Dir so eine 3D-Brille aufsetzen. Plötzlich erkennst Du alles und es ist erfahrbar. Plötzlich ist es kein bloßes Buch mehr. Und dann werden auch die Zusammenhänge klar, z.B. dass die Texte in der Bibel nicht widersprüchlich sind. Und dass Gott selbst durch den Text zu Dir spricht.

Jesus ist das Wort Gottes in Person

In Johannes 1,1-14 wird Jesus als das „Wort“ bezeichnet, durch das die Welt geschaffen wurde. Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, wird Jesus als „Das Wort Gottes“ bezeichnet. Jesus selbst ist also das Wort Gottes in Person. In 1. Johannes 1,1 (SLT) wird Er auch das „Wort des Lebens“ genannt. Deshalb sagte Jesus auch im Bezug auf die Schriften aus dem Alten Testament zu den Schriftgelehrten:

„Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“
(Johannes 5,39-40 SLT)

Die ganze Bibel zeugt von Jesus. Im Alten Testament wurde Er als der Messias angekündigt, im Neuen Testament ist Er als sündloser Mensch erschienen und in der Offenbarung wird Seine zweite Wiederkehr angekündigt.
Obwohl schon die alttestamentlichen Schriften von Jesus gezeugt haben, hatten Ihn viele Schriftgelehrten nicht als den Messias erkannt. Sie hätten Ihn erkennen können, aber sie hatten ihr Herz verschlossen. Das heißt, sie hatten die Schriften nur mit dem „Kopf“ gelesen, aber nicht mit dem „Herzen“. Sie kannten die Schriften auswendig, aber ihnen fehlte eine lebendige Beziehung zu Gott.

Es geht nicht um eine Beziehung zur Bibel, sondern zu Gott selbst

Es ist richtig, die Bibel gut zu kennen und Bibelstellen auswendig zu lernen. Es ist auch richtig, wenn Du weißt, was in der Bibel zu einem bestimmten Thema steht. Aber all das ersetzt nicht Deine persönliche Beziehung zu Gott.

Mehr dazu gleich bei der nächsten Frage:

„Warum brauche ich die Bibel?“

Wir sollten aufpassen, dass es uns nicht wie den Schriftgelehrten geht, die zwar ihr Bibelwissen gepflegt haben, aber nicht ihre Beziehung zu Gott.

In erster Linie brauchst Du die Bibel für Deine Beziehung mit Gott

Aber wie kann das sein, dass man die Bibel und doch nicht Gott kennen kann?
Dazu ein einfaches Beispiel: Stell Dir jetzt mal eine Person vor, die Du persönlich kennst und sehr magst. Vielleicht einen guten Freund oder eine Freundin. Oder Dein Bruder oder Deine Schwester. Vielleicht Dein Ehepartner. Diese Person hat eine Autobiographie geschrieben. Selbst ein Fremder kann nun alle möglichen Informationen über sie erfahren: Geburtstag, Schulbildung, Lebenslauf, Hobbies, Schulnoten, Lieblingsbücher,… Vielleicht sagt der Leser am Ende: „Jetzt kenne ich den Menschen auch!“
Aber kennt er sie wirklich? Kennt er sie so, wie Du sie kennst, auf eine vertraute Art? Weiß der Leser, wie sich ihre Stimme anhört? Wie sich eine Umarmung von ihr anfühlt? Wie es ist, wenn ihr gemeinsam lacht? Wieviel Spaß ihr bei einer gemeinsamen Freizeitaktivität habt?
All das kann ein Fremder nicht „wissen“, wenn er nur die bloßen Informationen über die Person kennt.

So ist es auch mit der Bibel. Die Informationen darin zeigen Dir vieles über Gott, aber sie sind dazu da, dass sie Dich auch in eine Begegnung mit Gott führen!

In einem anderen Artikel unserer Internetseite “Wie bekomme ich eine persönliche Begegnung mit Jesus?” findest Du auch mehr dazu, wie Du im Geist in Gottes Gegenwart gehen kannst.

 Die Bibel offenbart Gottes Charakter, Wesen und Willen

Wie schon gesagt, brauchst Du die Bibel, um darin zu erkennen, wie Gottes Charakter und Wesen ist und was Sein Wille für uns Menschen in verschiedenen Bereichen ist. All diese Informationen sind dazu da, dass sie Dir in Deiner Beziehung zu Gott, im Umgang mit Deinen Mitmenschen, im Alltag etc. helfen.

Dadurch, dass Dir durch die Bibel Gottes Charakter, Wesen und Sein Willen offenbart wird, erkennst Du auch leicht, was Sein Wille in einer persönlichen Sache ist. Dadurch ist es, als würdest Du auf einem dunklen Weg eine Taschenlampe anknipsen und der Lichtstrahl Dir den Weg zeigen. Aber ohne Gottes Führung tappen wir im Dunkeln. In Psalm 119,105 (SLT) heißt es dazu treffend:

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“

Gott spricht nicht nur durch die Bibel,
aber sie ist ein Maßstab für prophetische Eindrücke

Gott spricht durch die Bibel, aber auch durch Eindrücke wie gedanklich oder akustisch hörbare Worte, durch Bilder, Visionen und durch Träume. Er kann auch durch andere Menschen zu Dir sprechen.

Die Eindrücke dürfen dem geschriebenen Wort Gottes nicht widersprechen. Wir erkennen stückweise (s. 1. Korinther 13,9). Und in 1. Thess. 5,19–21 (SLT) heißt es:

„Den Geist dämpft nicht!
Die Weissagung verachtet nicht!
Prüft alles, das Gute behaltet!“

Die Bibel ist unfehlbar und der Maßstab, an dem wir die prophetischen Eindrücke prüfen. Denn prophetische Eindrücke können von eigenen Ansichten, Erlebnissen, von unserem Bild von Gott etc. beeinflusst werden. Deshalb musst Du prüfen, ob ein Eindruck der Bibel und Gottes Charakter und Wesen entspricht. Das Prüfen ist nicht schwer, wenn Du Gott näher kennenlernst. Es ist wie mit der vertrauten Stimme eines Freundes. Mit der Zeit erkennst Du leichter, wie sich seine Stimme anhört und wie er ist (s. Johannes 10,4-5).

Zu diesem Thema „Gottes Reden“ findest Du auf unserer Internetseite auch erklärende Beiträge, z.B. im Artikel “Wie spricht Gott? Wie kann ich persönlich Seine Stimme hören?”. Dort eine Übersicht mit weiteren Artikeln zum Thema.
Lerne Seine Stimme kennen und für Dich persönlich wahrnehmen! Dann bist Du auf dem richtigen Weg. Denn Er ist der gute Hirte und Du bist Sein Schaf, das Seine Stimme hören kann (s. Johannes 10,27). Du willst Jesus doch nachfolgen. Er ist der gute Hirte und Du willst Seine Stimme hören. Du willst wissen, was Er mit Dir persönlich noch alles vorhat (z.B. Deine persönliche Berufung). Du willst wissen, was Er alles über Dich sagt (z.B. Deine Identität in Ihm).

Die Bibel ist voller guter Verheißungen für uns

In der Bibel kannst Du auch lesen, was Gottes Verheißungen für uns, Seinen Kinder, sind. Zum Beispiel Heilung, geistliche Vollmacht über den Feind und viele weitere Geschenke vom Heiligen Geist (z.B. Geistesgaben). Wir müssen uns bewusst machen, was uns als Kind Gottes alles zusteht.
Im Artikel Gesprochene und gesungene Bibelverse zu verschiedenen Themen (von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org) findest Du dazu auch Bibelstellen zu bestimmten Themen.

Die Bibel ist eine Waffe in geistlichen Kämpfen

Wir kämpfen nicht gegen „Fleisch und Blut“, sondern gegen geistliche Mächte, die sich gegen Gott auflehnen (s. Epheser 6,12). Auch die Bibel ist unser „Schwert“ im geistlichen Kampf, wie es in Epheser 6,17 und Hebräer 4,12 beschrieben wird.
Der Teufel ist ein Lügner (s. Johannes 8,44). Er will uns Lügen, z.B. über Gott, einreden. Daher ist es wichtig, dass wir uns auf die Wahrheit, auf Gottes Wort, stellen. Auch Jesus wurde in Seiner Zeit als Mensch vom Teufel versucht und Er hat dem Teufel mit dem Wort Gottes erfolgreich widerstanden (s. Lukas 4,1-13).

„Wie lese ich die Bibel richtig?“

Jetzt möchten wir Dir gerne noch ein paar Tipps zum Bibellesen geben.

 Achte auf eine dem Urtext nahe Bibelübersetzung

Hast Du schon eine Bibel? Und wenn ja, auch in einer guten Bibelübersetzung?

An deutschen Bibelübersetzungen empfehlen wir vorallem die Bibelübersetzung Schlachter 2000, weil sie nahe am Urtext und dennoch leicht zu lesen ist.
Weitere deutsche Bibelübersetzungen mit Grundlage des Textus Receptus: Elberfelder, Luther.
An englischen Bibelübersetzungen empfehlen wir die urtextnahen Bibelübersetzungen Amplified, King James, English Standard Version, New International Version.
Mit Bibelübersetzungen in anderen Sprachen kennen wir uns leider (bisher) nicht aus. Bitte informiere Dich darüber (z.B. im Internet).

Unter dem folgenden Link findest Du eine große Übersicht, wo Du eine Bibel oder einzelne Bibel-Teile (z.B. ein Neues Testament) bestellen kannst. Dort auch Links, wo Du eine kostenlose Bibel anfordern kannst: Wo Du eine Bibel bestellen kannst + Kostenlose Bibeln und Bibel-Teile

Fange mit dem Neuen Testament an

Wir empfehlen Dir, zuerst im Neuen Testament zu lesen. Denn darin erfährst Du sofort mehr über Jesus und darüber, was Er den Jüngern gelehrt hat. Es ist gut, wenn Du mit einem der vier Bücher der Jünger Markus, Lukas, Matthäus und Johannes beginnst. Man nennt diese Bücher auch die „Evangelien“. Jeder der Jünger berichtet vom Evangelium, der Botschaft von Jesus.
Wir persönlich empfehlen Dir, mit dem Johannes-Evangelium zu beginnen. Es ist sehr tiefgründig, aber nicht schwer zu lesen. Es eignet sich gut als Einstieg, weil es viele Grundlagen für ein Leben mit Jesus beinhaltet: Zum Beispiel ein Gespräch zwischen Jesus und dem Schriftgelehrten Nikodemus, worin Jesus ihm erklärt, wie man wirklich gerettet wird (In Johannes 3). Über die Einheit mit Jesus (In Johannes 15) und über die Einheit mit Jesus, dem Vater, dem Heiligen Geist und den Gläubigen (In Johannes 17) und vieles mehr.

Bitte Gott, Dir dabei zu begegnen

Wenn Du in der Bibel liest, mache Dir bewusst, dass Gott Dir auch darin begegnen will. Das heißt praktisch: Wenn Du einen Text in der Bibel liest, lese ihn lieber nicht zu schnell, sondern „verinnerliche“ das Gelesene. Lass Dir damit ruhig Zeit. Du kannst einen Satz auch mehrmals lesen und darüber nachdenken bzw. ins Gebet nehmen. Bitte Gott, Dich dabei in eine Begegnung mit Ihm zu führen. Beispiel: Lies in Ruhe Johannes 15 und bitte Jesus, Dir die Einheit mit Ihm real zu offenbaren.
Hier auch ein paar weitere Anregungen, über Gottes Güte zu „nachzusinnen“ (d.h. verinnerlichen und im Geist hineingehen):

Gottes Frieden
(z.B. Johannes 14,27)

Gottes Liebe
(z.B. Römer 5,5)

Gottes Freude
(z.B. Zefanja 3,17)

Gottes Gnade
(z.B. Psalm 86,15)

Gottes Vergebung
(z.B. 1. Johannes 1,9)

etc. …

Sprich mit Gott über den Bibeltext

Du kannst auch immer wieder mal eine Pause machen und Gott fragen, was der Bibeltext, den Du liest, bedeutet. Oder ob Er Dir darin etwas Persönliches sagen will. Hier ein paar Anregungen, was Du Gott fragen kannst:

„Was bedeutet dieser Bibeltext?“
(Während dem Lesen, wenn Du den Text nicht verstehst, etwas unklar ist etc.)

„Was bedeutet dieser Bibeltext für mich persönlich?“
(Während dem Lesen. Frage Gott, ob Er Dir dazu etwas Persönliches sagt. Natürlich wird Er nicht bei jedem Satz aus der Bibel ein prophetisches Wort geben.)

„Welche Bibelstelle (oder welches Buch oder Kapitel der Bibel) soll ich lesen?“
(Auch dabei kann es sein, dass Gott Dir nicht immer eine „bestimmte“ Bibelstelle zeigt. Aber es kann manchmal sein, dass Er Dich so zu einem bestimmten Bibeltext hinführt.)

„Möchtest Du XY (eine andere Person die Du kennst) mit einem bestimmten Bibelvers ermutigen?“
(So kannst Du Gott auch fragen, ob Er eine andere Person mit einem Wort aus der Bibel ermutigen will. Vielleicht gibt Er Dir eine Bibelstelle, vielleicht auch prophetische Eindrücke dazu.)

etc. …

 Verschiedene Möglichkeiten, den Bibeltext zu verinnerlichen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du einen Bibeltext verinnerlichen kannst. Hier ein paar Anregungen:

Du kannst den Bibeltext entweder lautlos lesen.

Oder Du kannst ihn laut aussprechen.
Beim Vorlesen der Bibel nimmst Du ihn auch akustisch wahr und das kann den Vorteil haben, dass Du Dir den gesprochenen Text besser merken oder besser verinnerlichen kannst. Außerdem haben Worte große Kraft und es ist gut, wenn Du die Bibelworte aussprichst. Siehe dazu auch der Artikel Bibelverse über (die Kraft der) Worte (von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org). Du kannst auch die Aussagen der Bibel laut oder mit Deinen eigenen Worten aussprechen z.B. „Ich bin eine neue Schöpfung in Jesus“ (nach 2. Korinther 5,17).

Du kannst den Bibeltext von jemand anderem vorlesen lassen.
Zum Beispiel, wenn Du Dich mit anderen Christen triffst und ihr gemeinsam in der Bibel lest. Du kannst aber auch eine Audiobibel (oder „Hörbibel“) nutzen. Es gibt sie als CDs im Handel oder auch als Audiodateien im Internet.

Du kannst den Bibeltext mit anderen Christen gemeinsam lesen.
Ihr könnt dabei auch die oben erwähnten Fragen an Gott stellen. Oder ihr lest Bibeltexte zu einem bestimmten Thema etc.

Du kannst sogar mal versuchen, einen Bibeltext zu singen.
Die Psalme im Alten Testament waren ursprünglich Lieder. Du kannst einen Psalm auf Deine eigene Art singen und Gott auch damit anbeten. Psalm 23 eignet sich dazu gut. Oder statt Psalmen auch andere Bibeltexte (z.B. aus dem Hohelied).

Du kannst auch einen Bibeltext kreativ gestalten.
Aus einem einzigen Satz oder auch aus einem ganzen Kapitel kannst Du z.B. ein Bild malen, das den Text bildlich ausdrückt. Oder Du malst das, was Gott Dir darin gesagt hat. Durch ein Bild kann Dir der Bibeltext ganz neu bewusst werden. Beispiel: Der Weinstock und die Reben aus Johannes 15.
Statt Bildermalen gibt es auch viele andere kreative Ideen: Eine Collage aus Zeitschriftenschnipseln, etwas aus Ton, ein Mind Map (eine Art Ideensammlung aus einzelnen Wörtern) etc.

Du kannst auch einen Bibeltext während dem Spazierengehen verinnerlichen.
Vielleicht sogar an einem passenden Ort, z.B. bei Johannes 15 in einem Weinberg.

„Wie oft sollte ich in der Bibel lesen?“

Vielleicht fragst Du Dich, wie häufig man in der Bibel lesen sollte. In der Bibel gibt es dazu keine Angaben, ob man darin täglich und wieviel man lesen sollte.

Jesus gibt aber im Neuen Testament den Juden, die an Ihn gläubig geworden waren und Seinen Jüngern die Anweisung „im Wort zu bleiben“ (s. Johannes 8,31-32; Johannes 15,7). In Seinem Wort zu bleiben bedeutet aber nicht unbedingt, „so viel wie möglich“ in der Bibel zu lesen. Es bedeutet auch nicht unbedingt, jeden Tag mehrere Stunden darin zu lesen. Denn wenn es solche Regeln pauschal geben würde, dann könnte es uns leicht wie den Schriftgelehrten ergehen, die zwar „viel“ und „oft“ in den Schriften lasen, aber darin keinen Nährwert vom Heiligen Geist fanden. Sie hatten, wie vorhin schon erklärt, einen religiösen Eifer, der ihnen aber nicht in ihrer Beziehung zu Gott weiterhalf. Das kann es also schonmal nicht sein, was Jesus damit meint.

Jesus möchte stattdessen, dass wir eine lebendige Beziehung zu Ihm haben und genau um diese geht es dabei. Denn Er selbst ist ja das Wort und die Wahrheit in Person. In der Bibel kannst Du lesen, wie Er und was Seine Wahrheit ist. Und das soll Dich ja in die Begegnung mit Ihm hineinführen.
Das heißt praktisch: Wenn Du Zeit mit Jesus verbringst, dann kannst Du innerlich bzw. im Geist zu Ihm hingehen. Und Er führt Dich real in die Wahrheiten aus dem Wort hinein. Dabei kann es zum Beispiel geschehen, dass Dir die Einheit mit Ihm offenbart wird, wie es im Wort steht, z.B. in Johannes 17.
Das ist gemeint, wenn Jesus sagt, dass wir in Ihm und in Seinem Wort bleiben sollen. Es ist etwas, das wir immer wieder leben und erleben können. Nicht aus einer religiösen Pflicht heraus, sondern weil Seine Liebe uns in Seine Nähe zieht und wir sie gerne genießen.

Und da Du eine Beziehung zu einer Person und nicht zu einem Buch hast, kannst Du Jesus auch ganz konkret fragen, was oder auch wie viel Du in der Bibel lesen sollst. Das wirst Du dann in Deiner Beziehung mit Ihm schon erkennen.
Manchmal kann es sein, dass Er Dir „nur“ einen einzigen Bibelvers offenbart. Aber dass Er Dir anhand von diesem einzigen Bibelvers verschiedene Facetten beleuchtet. Das ist dann ein größerer Nährwert, als wenn Du aus eigenem Eifer mehrere Kapitel hintereinander lesen würdest.
Es kann auch mal dran sein, dass Du ein Kapitel nach dem anderen lesen sollst. Und wenn Er Dir das so zeigt, dann ist das auch in Ordnung. Es sollte einfach immer einen geistlichen Nutzen haben. Das heißt, dass Du dabei im Kontakt mit Gott bist.

Weitere Tipps und Hilfen zur Bibel

Unten findest Du weitere Artikel zum Thema Bibel zum Anklicken.

hohelied-ring-liebe-2


Weitere Artikel zum Thema Bibel:

  • „Liebe zum geschriebenen Wort“
    (Von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org. Ein ähnlicher Artikel über die Bibel, im Rahmen der Themenreihe über Berufung.)
  • „Was ist mit Menschen, die noch nie vom Evangelium gehört haben?“ 
    (Kommt noch. Eine Ergänzung zum Abschnitt „Was ist aber mit Menschen, die noch nie von der Bibel gehört haben?“)

Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Viele weitere Artikel zum Thema Jüngerschaft/Nachfolge findest Du auch hier:

 


Link to the children’s article in German (Link zum Kinder-Artikel auf Deutsch):
Bibel (Kinderversion)


Link to the children’s article in English (Link zum Kinder-Artikel auf Englisch):
Bible (Children’s Version)


Link to the detailed article in English (Link zum ausführlichen Artikel auf Englisch):
Bible (Detailed Article)