„Die Fischer“ (Kurzfilm)

Screenshot Die Fischer

(Screenshot aus dem Kurzfilm)


In dem folgenden Film geht es um ein Gleichnis – um die Fischer, die nie fischten…

Es soll uns Christen zeigen, dass Jesus uns zu „Menschenfischern“ gemacht hat (s. Markus 1, 17), aber dass es unsere Aufgabe ist, Menschen für Ihn zu fischen.

 

Film auf Deutsch: 

(Direktlink zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=YXg1hT92EgM )

Film auf Rumänisch:

 (Direktlink zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=E8uTC-nJA5Q )

 Der Film ist nicht von uns, sondern von diesem YouTube-Kanal.

Als Text (Geschichte):

Hier die Erzählung aus dem Video in Textform:

„Es begab sich, dass sich eine Gruppe von tatkräftigen Männern zusammenfand und einen Fischereiverein gründete. Das Meer ringsum war voll von Fischen, und auch im Landesinnern hatte es fischreiche Flüsse und Seen.
Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr hielten diese Fischer Sitzungen ab. Sie sprachen über ihre Aufgabe zu fischen, den Fischreichtum der Gewässer und über die Methoden des Fischfangs.
Jahrein, jahraus definierten sie gründlich, was Fischen bedeutet, verteidigten den Beruf des Fischers und stellten fest, dass Fischen immer die Hauptaufgabe des Fischers sein müsse.
Unablässig suchten sie nach neuen, besseren Methoden und nach klareren Definitionen des Fischens. Sie verkündeten Slogans wie

«Die Fischindustrie lebt vom Fischen wie das Feuer vom Brennen»,
«Fischen ist die Aufgabe eines jeden Fischers».

Sie hatten auch besondere Veranstaltungen unter dem Motto «Fischereieinsätze» und «Jahr des Fischens».
Sie organisierten aufwendige Kongresse, um über das Fischen zu diskutieren, es zu fördern und neueste Informationen über die Ausrüstung sowie über die Erforschung der Fischsprache und die besten Köder auszutauschen.

Die Fischer bauten schöne Versammlungsstätten mit der Begründung, dass jedermann ein Fischer sein solle und jeder Fischer Anleitung zum Fischfang brauche. Eines aber taten sie nicht: fischen!

Neben ihren regelmässigen Treffen stellten sie ein Komitee auf, dessen Aufgabe es war, Fischer in andere Fischgründe zu entsenden. Sie waren sich alle einig, dass sie ein Komitee benötigten, das Fischer zur Treue im Fischfang herausfordern sollte.
In das Komitee beriefen sie diejenigen, denen das Fischen wirklich am Herzen lag und die imstande waren, mit Mut und Zuversicht darüber zu sprechen. Das Komitee stellte auch weitere Mitglieder an, setzte Ausschüsse ein und hielt Konferenzen ab, um das Fischen zu rechtfertigen und festzulegen, über welche neuen Fischgründe man nachdenken könne. Nur, weder die Komiteemitglieder noch deren Mitarbeiter taten das eine: fischen!

Grosse, moderne und teure Ausbildungszentren wurden gebaut, deren ursprünglicher und hauptsächlicher Zweck es sein sollte, den Fischern das Fischen beizubringen. Im Laufe der Jahre wurden auch Kurse angeboten über die Bedürfnisse von Fischen (ihre Natur, ihre Lebensgewohnheiten, ihre Psychologie), über die richtige Annäherung an die Fische und die Fischfütterung.
Darüber hinaus gründeten die Fischer grosse Verlage, um die entsprechenden Handbücher herauszugeben. Andere erklärten, ihr Beitrag zum grossen Fischfang sei, Fischereiausrüstungen herzustellen.
Wieder andere waren der Ansicht, es sei ihre Aufgabe, gute Beziehungen zu Fischen aufzubauen, damit die Fische erkennen können, worin der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Fisch besteht. Wieder andere glaubten, es sei genug, die Fische ihre nette und freundliche Art spüren zu lassen.
Nach einem bewegenden Abend zum Thema «Die Notwendigkeit des Fischens» verliess ein junger Mann das Treffen und ging fischen. Am nächsten Tag berichtete er, dass er zwei ausserordentlich grosse Fische gefangen habe. Daraufhin wurde er für seinen hervorragenden Fang geehrt und zu allen grösseren Treffen eingeladen, um zu berichten, wie er die Fische gefangen habe. Auch er musste daher das Fischen aufgeben, um genügend Zeit zu haben, anderen seine Erfahrungen mitzuteilen. Es ist wahr:
Viele Fischer brachten Opfer und nahmen alle möglichen Schwierigkeiten auf sich. Einige lebten nahe am Wasser und mussten jeden Tag den Gestank toter Fische ertragen. Sie machten sich Sorgen um diejenigen, die die wöchentlichen Diskussionen über den Fischfang für wenig sinnvoll hielten.
Man kann sich vorstellen, wie verletzt einige reagierten, als eines Tages jemand äusserte, dass einer, der nie einen Fisch gefangen hatte, kein echter Fischer sei, auch wenn er das noch so sehr von sich behaupte. Aber irgendwie klang es einleuchtend:

Ist jemand, der nicht fischt, überhaupt ein Fischer?“

(Autor: John M. Drescher)

Screenshot The Fishermen

(Screenshot aus dem Kurzfilm)


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Link to the article in English (Link zum Artikel auf Englisch):
„The Fishermen“ (Short Film)