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Bibel

Herz Schatten Ring auf Buch Bibel 2

Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Als Nächstes ist es natürlich auch wichtig, dass Du weißt, wohin Du gehst. Jesus gibt Dir sozusagen die Wegbeschreibung mit. Diese Wegbeschreibung steht für die Bibel bzw. für Gottes Wort. Denn auf Deinem Weg mit Jesus brauchst Du Klarheit über Seinen Willen für Dein Leben und in bestimmten (Lebens-)Bereichen.

Für manche Menschen ist die Bibel nur ein altes „verstaubtes“ Geschichtsbuch oder sogar nur ein erfundenes Märchenbuch. Vielleicht siehst auch Du die Bibel so. Und vielleicht hast Du mal in ihr gelesen oder Texte daraus gehört (z.B. in einer Kirche, im Religionsunterricht in der Schule etc.) und hast es einfach nur langweilig gefunden.

Oder Du gehörst zu denjenigen, die mit ernsthaftem Interesse in der Bibel gelesen, aber sie einfach nicht verstanden haben. Da waren vielleicht Stellen, die Du als widersprüchlich empfunden hast. Und dann hast Du die Bibel beiseite gelegt und mit dem Bibellesen aufgehört.

Wenn es Dir so ging, dann möchten wir Dir auch gerne erklären, woran das lag, dass Dir das Bibellesen so mühsam vorkam.

Was die Bibel ist, warum Du sie brauchst und wie Du sie richtig liest, wirst Du im Folgenden erfahren.

„Was ist die Bibel?“

Die Bibel ist ein ganz besonderes und einmaliges Buch.

Denn die Bibel ist das geschriebene Wort Gottes

Die Bibel ist kein von Menschen inspiriertes Buch, wie z.B. ein Roman. Die Schriften der Bibel wurden zwar von Menschen geschrieben, aber der Heilige Geist hat ihnen das eingegeben, was sie schreiben sollen (s. 2. Petrus 1,19-21).

Diese Schriften wurden über Jahrtausende hinweg geschrieben und den nächsten Generationen überliefert. Und später wurden sie aus dem Hebräischen und Griechischen in viele weitere Sprachen übersetzt. Der Übersetzungsprozess hält bis heute an, da es auf der Welt geschätzte 7000 Sprachen gibt.

Vielleicht fragst Du Dich, ob der Wahrheitsgehalt bei so einem alten Buch noch stimmt und ob nicht doch manche Texte darin geändert, ergänzt oder verfälscht wurden. Aber Gott ist fähig, Sein Wort vor Vergessenheit und Fälschung zu schützen. Er wacht über Seinem Wort (s. Jeremia 1,12).

Allerdings gibt es heute mehrere Bibelübersetzungen, wovon manche sehr frei übersetzt wurden, um sie der heutigen Sprache anzupassen. Leider wurden dadurch manche Bibelstellen so verändert, dass ihre ursprünglichen Aussagen weniger und manchmal sogar anders ausgedrückt werden. Deshalb ist es gut, wenn Du eine Bibelübersetzung wählst, die nahe am Urtext ist. Unter dem Abschnitt „Achte auf eine dem Urtext nahe Bibelübersetzung“ findest Du dazu empfohlene Bibelübersetzungen.

„Was ist aber mit Menschen, die noch nie von der Bibel gehört haben?“

Die Bibel wurde in sehr viele Sprachen übersetzt und an den meisten Orten der Welt verbreitet. Es gibt aber noch immer Völker, die noch nie von der Bibel erfahren haben. Entweder, weil sie nicht in ihre Sprache übersetzt wurde, weil die Botschaft von Jesus in ihrer Umgebung oder in ihrem Volk noch nicht verkündet wurde oder weil in dem Land die Bibel verboten wurde und der christliche Glaube verfolgt wird.
Aber Gott hat jedem Menschen einen freien Willen gegeben. Und dazu gehört auch die Entscheidung zwischen Gut und Böse, für oder gegen Gott. Auch wenn diese Menschen keine Bibel haben, können sie sich mit ihrem freien Willen und mit ihrem Gewissen für oder gegen Gott entscheiden. Mehr dazu kannst Du auch in einem anderen Artikel lesen, den wir geschrieben haben: „Was ist mit Menschen, die noch nie vom Evangelium gehört haben?“ (KOMMT NOCH)

Vielleicht denkst Du: „Ich habe aber eine Bibel und habe schon so oft drin gelesen, aber ich verstehe es einfach nicht!“ Das liegt daran, weil man die Bibel nur durch den Heiligen Geist verstehen kann.

Der Heilige Geist entschlüsselt Dir das Wort

Und Er sagt Dir sozusagen: „Ich erkläre Dir, wie Du die Bibel liest. Ich erkläre Dir, was es bedeutet.“ Und plötzlich ist es, wie wenn Dir ein Licht aufgeht und Du erkennst: „Hey, plötzlich wird mir alles klar!“ Und Du kannst den Heiligen Geist auch bitten, Dir manches zu erklären: „Was bedeutet dieser Text? Und was bedeutet es für mich persönlich?“ Er macht Dir dann das Wort lebendig.

Mit der Bibel ist es nämlich so: Ohne den Heiligen Geist versteht man sie nicht. Ohne Offenbarung durch den Heiligen Geist ist es so, als würde man ein Geschichtsbuch oder einen Roman lesen. Dabei trittst Du ja in keinen Kontakt mit dem Autor. Anders ist es mit der Bibel. Der Heilige Geist möchte Dich in einen lebendigen Kontakt mit Ihm, dem Schöpfer selbst, bringen.

Wenn Du Jesus Dein Leben übergeben hast, dann ist in dem Moment der Heilige Geist in Dich gekommen und bleibt in Dir. Dadurch, dass Du dann ein Kind Gottes geworden bist, wirst Du auch fähig, Gott (von Geist zu Geist) mehr und mehr zu erkennen.
Der Heilige Geist macht Dir auch den Bibeltext lebendig. Man kann das mit einem 3D-Film vergleichen. Vielleicht kennst Du solche 3D-Filme, für die man eine bestimmte Brille benötigt, um sie so plastisch ansehen zu können. Ohne diese Brille sieht man den Film verschwommen und keine klaren Umrisse. Aber wenn man die 3D-Brille aufsetzt, dann wird der Film plastisch und zum Greifen nah. Ähnlich ist es, wenn der Heilige Geist Dir einen Bibeltext lebendig macht. Es ist, als würde Er Dir so eine 3D-Brille aufsetzen. Plötzlich erkennst Du alles und es ist erfahrbar. Plötzlich ist es kein bloßes Buch mehr. Und dann werden auch die Zusammenhänge klar, z.B. dass die Texte in der Bibel nicht widersprüchlich sind. Und dass Gott selbst durch den Text zu Dir spricht.

Jesus ist das Wort Gottes in Person

In Johannes 1,1-14 wird Jesus als das „Wort“ bezeichnet, durch das die Welt geschaffen wurde. Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, wird Jesus als „Das Wort Gottes“ bezeichnet. Jesus selbst ist also das Wort Gottes in Person. In 1. Johannes 1,1 (SLT) wird Er auch das „Wort des Lebens“ genannt. Deshalb sagte Jesus auch im Bezug auf die Schriften aus dem Alten Testament zu den Schriftgelehrten:

„Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“
(Johannes 5,39-40 SLT)

Die ganze Bibel zeugt von Jesus. Im Alten Testament wurde Er als der Messias angekündigt, im Neuen Testament ist Er als sündloser Mensch erschienen und in der Offenbarung wird Seine zweite Wiederkehr angekündigt.
Obwohl schon die alttestamentlichen Schriften von Jesus gezeugt haben, hatten Ihn viele Schriftgelehrten nicht als den Messias erkannt. Sie hätten Ihn erkennen können, aber sie hatten ihr Herz verschlossen. Das heißt, sie hatten die Schriften nur mit dem „Kopf“ gelesen, aber nicht mit dem „Herzen“. Sie kannten die Schriften auswendig, aber ihnen fehlte eine lebendige Beziehung zu Gott.

Es geht nicht um eine Beziehung zur Bibel, sondern zu Gott selbst

Es ist richtig, die Bibel gut zu kennen und Bibelstellen auswendig zu lernen. Es ist auch richtig, wenn Du weißt, was in der Bibel zu einem bestimmten Thema steht. Aber all das ersetzt nicht Deine persönliche Beziehung zu Gott.

Mehr dazu gleich bei der nächsten Frage:

„Warum brauche ich die Bibel?“

Wir sollten aufpassen, dass es uns nicht wie den Schriftgelehrten geht, die zwar ihr Bibelwissen gepflegt haben, aber nicht ihre Beziehung zu Gott.

In erster Linie brauchst Du die Bibel für Deine Beziehung mit Gott

Aber wie kann das sein, dass man die Bibel und doch nicht Gott kennen kann?
Dazu ein einfaches Beispiel: Stell Dir jetzt mal eine Person vor, die Du persönlich kennst und sehr magst. Vielleicht einen guten Freund oder eine Freundin. Oder Dein Bruder oder Deine Schwester. Vielleicht Dein Ehepartner. Diese Person hat eine Autobiographie geschrieben. Selbst ein Fremder kann nun alle möglichen Informationen über sie erfahren: Geburtstag, Schulbildung, Lebenslauf, Hobbies, Schulnoten, Lieblingsbücher,… Vielleicht sagt der Leser am Ende: „Jetzt kenne ich den Menschen auch!“
Aber kennt er sie wirklich? Kennt er sie so, wie Du sie kennst, auf eine vertraute Art? Weiß der Leser, wie sich ihre Stimme anhört? Wie sich eine Umarmung von ihr anfühlt? Wie es ist, wenn ihr gemeinsam lacht? Wieviel Spaß ihr bei einer gemeinsamen Freizeitaktivität habt?
All das kann ein Fremder nicht „wissen“, wenn er nur die bloßen Informationen über die Person kennt.

So ist es auch mit der Bibel. Die Informationen darin zeigen Dir vieles über Gott, aber sie sind dazu da, dass sie Dich auch in eine Begegnung mit Gott führen!

In einem anderen Artikel unserer Internetseite “Wie bekomme ich eine persönliche Begegnung mit Jesus?” findest Du auch mehr dazu, wie Du im Geist in Gottes Gegenwart gehen kannst.

 Die Bibel offenbart Gottes Charakter, Wesen und Willen

Wie schon gesagt, brauchst Du die Bibel, um darin zu erkennen, wie Gottes Charakter und Wesen ist und was Sein Wille für uns Menschen in verschiedenen Bereichen ist. All diese Informationen sind dazu da, dass sie Dir in Deiner Beziehung zu Gott, im Umgang mit Deinen Mitmenschen, im Alltag etc. helfen.

Dadurch, dass Dir durch die Bibel Gottes Charakter, Wesen und Sein Willen offenbart wird, erkennst Du auch leicht, was Sein Wille in einer persönlichen Sache ist. Dadurch ist es, als würdest Du auf einem dunklen Weg eine Taschenlampe anknipsen und der Lichtstrahl Dir den Weg zeigen. Aber ohne Gottes Führung tappen wir im Dunkeln. In Psalm 119,105 (SLT) heißt es dazu treffend:

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“

Gott spricht nicht nur durch die Bibel,
aber sie ist ein Maßstab für prophetische Eindrücke

Gott spricht durch die Bibel, aber auch durch Eindrücke wie gedanklich oder akustisch hörbare Worte, durch Bilder, Visionen und durch Träume. Er kann auch durch andere Menschen zu Dir sprechen.

Die Eindrücke dürfen dem geschriebenen Wort Gottes nicht widersprechen. Wir erkennen stückweise (s. 1. Korinther 13,9). Und in 1. Thess. 5,19–21 (SLT) heißt es:

„Den Geist dämpft nicht!
Die Weissagung verachtet nicht!
Prüft alles, das Gute behaltet!“

Die Bibel ist unfehlbar und der Maßstab, an dem wir die prophetischen Eindrücke prüfen. Denn prophetische Eindrücke können von eigenen Ansichten, Erlebnissen, von unserem Bild von Gott etc. beeinflusst werden. Deshalb musst Du prüfen, ob ein Eindruck der Bibel und Gottes Charakter und Wesen entspricht. Das Prüfen ist nicht schwer, wenn Du Gott näher kennenlernst. Es ist wie mit der vertrauten Stimme eines Freundes. Mit der Zeit erkennst Du leichter, wie sich seine Stimme anhört und wie er ist (s. Johannes 10,4-5).

Zu diesem Thema „Gottes Reden“ findest Du auf unserer Internetseite auch erklärende Beiträge, z.B. im Artikel “Wie spricht Gott? Wie kann ich persönlich Seine Stimme hören?”. Dort eine Übersicht mit weiteren Artikeln zum Thema.
Lerne Seine Stimme kennen und für Dich persönlich wahrnehmen! Dann bist Du auf dem richtigen Weg. Denn Er ist der gute Hirte und Du bist Sein Schaf, das Seine Stimme hören kann (s. Johannes 10,27). Du willst Jesus doch nachfolgen. Er ist der gute Hirte und Du willst Seine Stimme hören. Du willst wissen, was Er mit Dir persönlich noch alles vorhat (z.B. Deine persönliche Berufung). Du willst wissen, was Er alles über Dich sagt (z.B. Deine Identität in Ihm).

Die Bibel ist voller guter Verheißungen für uns

In der Bibel kannst Du auch lesen, was Gottes Verheißungen für uns, Seinen Kinder, sind. Zum Beispiel Heilung, geistliche Vollmacht über den Feind und viele weitere Geschenke vom Heiligen Geist (z.B. Geistesgaben). Wir müssen uns bewusst machen, was uns als Kind Gottes alles zusteht.
Im Artikel Gesprochene und gesungene Bibelverse zu verschiedenen Themen (von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org) findest Du dazu auch Bibelstellen zu bestimmten Themen.

Die Bibel ist eine Waffe in geistlichen Kämpfen

Wir kämpfen nicht gegen „Fleisch und Blut“, sondern gegen geistliche Mächte, die sich gegen Gott auflehnen (s. Epheser 6,12). Auch die Bibel ist unser „Schwert“ im geistlichen Kampf, wie es in Epheser 6,17 und Hebräer 4,12 beschrieben wird.
Der Teufel ist ein Lügner (s. Johannes 8,44). Er will uns Lügen, z.B. über Gott, einreden. Daher ist es wichtig, dass wir uns auf die Wahrheit, auf Gottes Wort, stellen. Auch Jesus wurde in Seiner Zeit als Mensch vom Teufel versucht und Er hat dem Teufel mit dem Wort Gottes erfolgreich widerstanden (s. Lukas 4,1-13).

„Wie lese ich die Bibel richtig?“

Jetzt möchten wir Dir gerne noch ein paar Tipps zum Bibellesen geben.

 Achte auf eine dem Urtext nahe Bibelübersetzung

Hast Du schon eine Bibel? Und wenn ja, auch in einer guten Bibelübersetzung?

An deutschen Bibelübersetzungen empfehlen wir vorallem die Bibelübersetzung Schlachter 2000, weil sie nahe am Urtext und dennoch leicht zu lesen ist.
Weitere deutsche Bibelübersetzungen mit Grundlage des Textus Receptus: Elberfelder, Luther.
An englischen Bibelübersetzungen empfehlen wir die urtextnahen Bibelübersetzungen Amplified, King James, English Standard Version, New International Version.
Mit Bibelübersetzungen in anderen Sprachen kennen wir uns leider (bisher) nicht aus. Bitte informiere Dich darüber (z.B. im Internet).

Unter dem folgenden Link findest Du eine große Übersicht, wo Du eine Bibel oder einzelne Bibel-Teile (z.B. ein Neues Testament) bestellen kannst. Dort auch Links, wo Du eine kostenlose Bibel anfordern kannst: Wo Du eine Bibel bestellen kannst + Kostenlose Bibeln und Bibel-Teile

Fange mit dem Neuen Testament an

Wir empfehlen Dir, zuerst im Neuen Testament zu lesen. Denn darin erfährst Du sofort mehr über Jesus und darüber, was Er den Jüngern gelehrt hat. Es ist gut, wenn Du mit einem der vier Bücher der Jünger Markus, Lukas, Matthäus und Johannes beginnst. Man nennt diese Bücher auch die „Evangelien“. Jeder der Jünger berichtet vom Evangelium, der Botschaft von Jesus.
Wir persönlich empfehlen Dir, mit dem Johannes-Evangelium zu beginnen. Es ist sehr tiefgründig, aber nicht schwer zu lesen. Es eignet sich gut als Einstieg, weil es viele Grundlagen für ein Leben mit Jesus beinhaltet: Zum Beispiel ein Gespräch zwischen Jesus und dem Schriftgelehrten Nikodemus, worin Jesus ihm erklärt, wie man wirklich gerettet wird (In Johannes 3). Über die Einheit mit Jesus (In Johannes 15) und über die Einheit mit Jesus, dem Vater, dem Heiligen Geist und den Gläubigen (In Johannes 17) und vieles mehr.

Bitte Gott, Dir dabei zu begegnen

Wenn Du in der Bibel liest, mache Dir bewusst, dass Gott Dir auch darin begegnen will. Das heißt praktisch: Wenn Du einen Text in der Bibel liest, lese ihn lieber nicht zu schnell, sondern „verinnerliche“ das Gelesene. Lass Dir damit ruhig Zeit. Du kannst einen Satz auch mehrmals lesen und darüber nachdenken bzw. ins Gebet nehmen. Bitte Gott, Dich dabei in eine Begegnung mit Ihm zu führen. Beispiel: Lies in Ruhe Johannes 15 und bitte Jesus, Dir die Einheit mit Ihm real zu offenbaren.
Hier auch ein paar weitere Anregungen, über Gottes Güte zu „nachzusinnen“ (d.h. verinnerlichen und im Geist hineingehen):

Gottes Frieden
(z.B. Johannes 14,27)

Gottes Liebe
(z.B. Römer 5,5)

Gottes Freude
(z.B. Zefanja 3,17)

Gottes Gnade
(z.B. Psalm 86,15)

Gottes Vergebung
(z.B. 1. Johannes 1,9)

etc. …

Sprich mit Gott über den Bibeltext

Du kannst auch immer wieder mal eine Pause machen und Gott fragen, was der Bibeltext, den Du liest, bedeutet. Oder ob Er Dir darin etwas Persönliches sagen will. Hier ein paar Anregungen, was Du Gott fragen kannst:

„Was bedeutet dieser Bibeltext?“
(Während dem Lesen, wenn Du den Text nicht verstehst, etwas unklar ist etc.)

„Was bedeutet dieser Bibeltext für mich persönlich?“
(Während dem Lesen. Frage Gott, ob Er Dir dazu etwas Persönliches sagt. Natürlich wird Er nicht bei jedem Satz aus der Bibel ein prophetisches Wort geben.)

„Welche Bibelstelle (oder welches Buch oder Kapitel der Bibel) soll ich lesen?“
(Auch dabei kann es sein, dass Gott Dir nicht immer eine „bestimmte“ Bibelstelle zeigt. Aber es kann manchmal sein, dass Er Dich so zu einem bestimmten Bibeltext hinführt.)

„Möchtest Du XY (eine andere Person die Du kennst) mit einem bestimmten Bibelvers ermutigen?“
(So kannst Du Gott auch fragen, ob Er eine andere Person mit einem Wort aus der Bibel ermutigen will. Vielleicht gibt Er Dir eine Bibelstelle, vielleicht auch prophetische Eindrücke dazu.)

etc. …

 Verschiedene Möglichkeiten, den Bibeltext zu verinnerlichen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du einen Bibeltext verinnerlichen kannst. Hier ein paar Anregungen:

Du kannst den Bibeltext entweder lautlos lesen.

Oder Du kannst ihn laut aussprechen.
Beim Vorlesen der Bibel nimmst Du ihn auch akustisch wahr und das kann den Vorteil haben, dass Du Dir den gesprochenen Text besser merken oder besser verinnerlichen kannst. Außerdem haben Worte große Kraft und es ist gut, wenn Du die Bibelworte aussprichst. Siehe dazu auch der Artikel Bibelverse über (die Kraft der) Worte (von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org). Du kannst auch die Aussagen der Bibel laut oder mit Deinen eigenen Worten aussprechen z.B. „Ich bin eine neue Schöpfung in Jesus“ (nach 2. Korinther 5,17).

Du kannst den Bibeltext von jemand anderem vorlesen lassen.
Zum Beispiel, wenn Du Dich mit anderen Christen triffst und ihr gemeinsam in der Bibel lest. Du kannst aber auch eine Audiobibel (oder „Hörbibel“) nutzen. Es gibt sie als CDs im Handel oder auch als Audiodateien im Internet.

Du kannst den Bibeltext mit anderen Christen gemeinsam lesen.
Ihr könnt dabei auch die oben erwähnten Fragen an Gott stellen. Oder ihr lest Bibeltexte zu einem bestimmten Thema etc.

Du kannst sogar mal versuchen, einen Bibeltext zu singen.
Die Psalme im Alten Testament waren ursprünglich Lieder. Du kannst einen Psalm auf Deine eigene Art singen und Gott auch damit anbeten. Psalm 23 eignet sich dazu gut. Oder statt Psalmen auch andere Bibeltexte (z.B. aus dem Hohelied).

Du kannst auch einen Bibeltext kreativ gestalten.
Aus einem einzigen Satz oder auch aus einem ganzen Kapitel kannst Du z.B. ein Bild malen, das den Text bildlich ausdrückt. Oder Du malst das, was Gott Dir darin gesagt hat. Durch ein Bild kann Dir der Bibeltext ganz neu bewusst werden. Beispiel: Der Weinstock und die Reben aus Johannes 15.
Statt Bildermalen gibt es auch viele andere kreative Ideen: Eine Collage aus Zeitschriftenschnipseln, etwas aus Ton, ein Mind Map (eine Art Ideensammlung aus einzelnen Wörtern) etc.

Du kannst auch einen Bibeltext während dem Spazierengehen verinnerlichen.
Vielleicht sogar an einem passenden Ort, z.B. bei Johannes 15 in einem Weinberg.

„Wie oft sollte ich in der Bibel lesen?“

Vielleicht fragst Du Dich, wie häufig man in der Bibel lesen sollte. In der Bibel gibt es dazu keine Angaben, ob man darin täglich und wieviel man lesen sollte.

Jesus gibt aber im Neuen Testament den Juden, die an Ihn gläubig geworden waren und Seinen Jüngern die Anweisung „im Wort zu bleiben“ (s. Johannes 8,31-32; Johannes 15,7). In Seinem Wort zu bleiben bedeutet aber nicht unbedingt, „so viel wie möglich“ in der Bibel zu lesen. Es bedeutet auch nicht unbedingt, jeden Tag mehrere Stunden darin zu lesen. Denn wenn es solche Regeln pauschal geben würde, dann könnte es uns leicht wie den Schriftgelehrten ergehen, die zwar „viel“ und „oft“ in den Schriften lasen, aber darin keinen Nährwert vom Heiligen Geist fanden. Sie hatten, wie vorhin schon erklärt, einen religiösen Eifer, der ihnen aber nicht in ihrer Beziehung zu Gott weiterhalf. Das kann es also schonmal nicht sein, was Jesus damit meint.

Jesus möchte stattdessen, dass wir eine lebendige Beziehung zu Ihm haben und genau um diese geht es dabei. Denn Er selbst ist ja das Wort und die Wahrheit in Person. In der Bibel kannst Du lesen, wie Er und was Seine Wahrheit ist. Und das soll Dich ja in die Begegnung mit Ihm hineinführen.
Das heißt praktisch: Wenn Du Zeit mit Jesus verbringst, dann kannst Du innerlich bzw. im Geist zu Ihm hingehen. Und Er führt Dich real in die Wahrheiten aus dem Wort hinein. Dabei kann es zum Beispiel geschehen, dass Dir die Einheit mit Ihm offenbart wird, wie es im Wort steht, z.B. in Johannes 17.
Das ist gemeint, wenn Jesus sagt, dass wir in Ihm und in Seinem Wort bleiben sollen. Es ist etwas, das wir immer wieder leben und erleben können. Nicht aus einer religiösen Pflicht heraus, sondern weil Seine Liebe uns in Seine Nähe zieht und wir sie gerne genießen.

Und da Du eine Beziehung zu einer Person und nicht zu einem Buch hast, kannst Du Jesus auch ganz konkret fragen, was oder auch wie viel Du in der Bibel lesen sollst. Das wirst Du dann in Deiner Beziehung mit Ihm schon erkennen.
Manchmal kann es sein, dass Er Dir „nur“ einen einzigen Bibelvers offenbart. Aber dass Er Dir anhand von diesem einzigen Bibelvers verschiedene Facetten beleuchtet. Das ist dann ein größerer Nährwert, als wenn Du aus eigenem Eifer mehrere Kapitel hintereinander lesen würdest.
Es kann auch mal dran sein, dass Du ein Kapitel nach dem anderen lesen sollst. Und wenn Er Dir das so zeigt, dann ist das auch in Ordnung. Es sollte einfach immer einen geistlichen Nutzen haben. Das heißt, dass Du dabei im Kontakt mit Gott bist.

Weitere Tipps und Hilfen zur Bibel

Unten findest Du weitere Artikel zum Thema Bibel zum Anklicken.

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Weitere Artikel zum Thema Bibel:

  • „Liebe zum geschriebenen Wort“
    (Von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org. Ein ähnlicher Artikel über die Bibel, im Rahmen der Themenreihe über Berufung.)
  • „Was ist mit Menschen, die noch nie vom Evangelium gehört haben?“ 
    (Kommt noch. Eine Ergänzung zum Abschnitt „Was ist aber mit Menschen, die noch nie von der Bibel gehört haben?“)

Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Viele weitere Artikel zum Thema Jüngerschaft/Nachfolge findest Du auch hier:

 


Link to the children’s article in German (Link zum Kinder-Artikel auf Deutsch):
Bibel (Kinderversion)


Link to the children’s article in English (Link zum Kinder-Artikel auf Englisch):
Bible (Children’s Version)


Link to the detailed article in English (Link zum ausführlichen Artikel auf Englisch):
Bible (Detailed Article)