Monats-Archive: September 2014

Geistestaufe

In His Presence Light

Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Bei einer Wanderung ist es wichtig, dass Du Trinken dabei hast. So dass Du unterwegs nicht verdurstest. Auch bei Deiner geistlichen „Wanderung“, Deiner Nachfolge mit Jesus, ist es wichtig, dass Du immer wieder trinkst. Das Wasser steht symbolisch für den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist eine Person, Er ist Gott (s. 2. Korinther 3,17). Wenn Du Jesus Dein Leben übergeben hast, dann ist der Heilige Geist in Dich gekommen und bleibt in Dir. Durch Ihn wurdest Du geistlich, im Innern, von neuem geboren und zu einem Kind Gottes (s. Johannes 14,15-26).

Du kannst mit dem Heiligen Geist aber auch immer wieder neu erfüllt werden. Du kannst Dir das so vorstellen, dass der Heilige Geist wie eine innere Quelle in Dir ist. Die Quelle ist schon da, aber Du entscheidest selbst, ob Du daraus trinkst oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass Du dieses lebendige Wasser auch trinkst… und so immer wieder neu von Ihm erfrischt wirst (s. Johannes 7,37-39).

Außerdem ist es für die Nachfolge wichtig, dass Du im Heiligen Geist getauft wirst. Um in Seiner Kraft zu leben, so wie auch die ersten Christen an Pfingsten mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt wurden (s. Apostelgeschichte 2). Dazu kann man auch „Geistestaufe“ oder „Taufe im Heiligen Geist“ sagen.

Was die Geistestaufe ist, warum Du sie brauchst und wie Du sie von Gott empfangen kannst, wirst Du im Folgenden erfahren.

„Was ist die Geistestaufe?“

Zuerst schauen wir uns aber einmal an, was die Geistestaufe nicht ist:

Der Unterschied zwischen Geistestaufe und Wassertaufe

Das letzte Thema dieser Reihe „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“ ist die Wassertaufe. Deshalb nennen wir die Geistestaufe in diesem Teil nicht nur „Taufe“, um von der Wassertaufe zu unterscheiden. Um kurz den Unterschied zu erklären: Die Geistestaufe (Taufe im Heiligen Geist) ist die Ausrüstung mit der Kraft des Heiligen Geistes. Die Wassertaufe (Untertauchen in Wasser) dagegen ist das Bekenntnis vor der physischen und geistlichen Welt für die Entscheidung für Jesus.

Der Unterschied zwischen Bekehrung und Geistestaufe

Die Geistestaufe und die Wassertaufe sind nicht heilsnotwendig. Nur durch Deine Entscheidung für Jesus bist Du gerettet.

Der Heilige Geist ist seit Deiner Bekehrung in Dir und bleibt auch in Dir. Das war nicht die Geistestaufe, sondern Deine geistliche Neugeburt. Das heißt, dass Du in dem Moment Gottes Kind geworden bist. Denn niemand kann ohne den Heiligen Geist ein Kind Gottes sein (s. Römer 8,9; Römer 8,15-16).

Jesus gab den Jüngern nach Seiner Auferstehung den Heiligen Geist (s. Johannes 20,22).
Aber vor Seiner Himmelfahrt gab Er den Jüngern zusätzlich die Anweisung, solange in Jerusalem zu bleiben, bis sie die Kraft des Heiligen Geistes empfangen werden (s. Lukas 24,49; Apostelgeschichte 1,4-5). Das geschah dann an Pfingsten (s. Apostelgeschichte 2).
Das was die ersten Christen an Pfingsten erfahren haben, war die Geistestaufe. Und nicht nur die ersten Christen, sondern auch die anderen Menschen, die sich später bekehrten, erfuhren die Geistestaufe (s. Apostelgeschichte 10,45-46; Apostelgeschichte 19,6). Diese Verheißung gilt somit für alle, die an Jesus gläubig geworden sind. Jeder Christ kann sie – auch heute noch – erleben. Auch Du kannst „Dein persönliches Pfingsten“ von Gott empfangen.

Die Geistestaufe ist, im Gegensatz zur inneren Neugeburt, die Ausrüstung mit der Kraft des Heiligen Geistes.

Bei Deiner Bekehrung zu Jesus kam der Heilige Geist in Dich. Das war ein inneres Ereignis, da der Heilige Geist Deinen menschlichen Geist zu einem Kind Gottes neugeboren hat. Der Heilige Geist hat Wohnung in Dir genommen und verändert Dich innerlich (s. Galater 5,22; Epheser 5,9).

Bei Deiner Geistestaufe fließt die Kraft des Heiligen Geistes aus Dir heraus. Das ist ein äußeres Ereignis, da es auch für andere sichtbar wird. Denn dadurch wirst Du von Gott befähigt, anderen Menschen in Seiner Kraft zu dienen. Dazu später mehr…

Es gibt ein für alle sichtbares Zeichen der Geistestaufe: Das Reden in neuen Sprachen

An Pfingsten empfingen alle anwesenden Christen das übernatürliche Reden in neuen Sprachen oder „in Zungen“ (s. Apostelgeschichte 2,4). Man nennt es auch „Sprachengebet“ oder „Zungengebet“.
Über das Sprachengebet kannst Du übrigens in weiteren Beiträgen, die am Ende von diesem Artikel aufgeführt sind, mehr dazu lesen (z.B. den Artikel „10 Gründe für das Sprachengebet“).

Auch später empfingen die anderen Gläubigen bei ihrer Geistestaufe das Sprachengebet (s. Apostelgeschichte 10,45-46; Apostelgeschichte 19,6).

Deshalb kann man davon ausgehen, dass das Sprachengebet das Zeichen der Geistestaufe ist (d.h. das sichtbare Zeichen, dass man die Geistestaufe empfangen hat).

Es gibt noch weitere Zeichen, die bei oder nach der Geistestaufe folgen

In allen Bibelversen, in denen die Christen die Geistestaufe empfangen, ist auch vom Sprachengebet die Rede. An keiner Stelle empfing ein Christ die Geistestaufe ohne Sprachengebet.
Es gibt aber, neben dem Empfang des Sprachengebets, noch weitere Zeichen, die bei oder nach der Geistestaufe folgen:

In Apostelgeschichte 19,6 kannst Du lesen, wie die an Jesus gläubig gewordenen Menschen bei der Handauflegung durch Paulus anfingen in Sprachen und auch prophetisch zu reden.

In Markus 16,17-18 steht eine Verheißung von Jesus mit – neben dem erwähnten Sprachengebet – weiteren Zeichen, die den Gläubigen folgen: Austreibung von Dämonen, Übernatürliche Bewahrung und Heilung von Kranken.

In 1. Korinther 12,8-10 werden die Gaben des Heiligen Geistes (Geistesgaben), die Gott uns gibt, um einander zu dienen, beschrieben. Darin steht das Reden in neuen Sprachen, Auslegung der Sprachen, Worte der Weisheit, Worte der Erkenntnis, Glauben, Gnadengaben der Heilungen, Wirkungen von Wunderkräften, Weissagung (Prophetisches Reden) und Geisterunterscheidung.

„Heißt das, dass man die Geistestaufe auch ohne Sprachengebet empfangen kann?“

Im Neuen Testament lesen wir, wie gesagt, nichts davon, dass ein Christ die Geistestaufe ohne Sprachengebet empfangen hat.

Aber es kann sein, dass ein Christ die Geistestaufe bekommen, aber noch nicht angefangen hat, das Sprachengebet zu praktizieren. Wenn das so ist, dann kann das verschiedene Gründe haben: Vielleicht weiß der Christ nichts über das Sprachengebet (z.B. wenn er es noch nicht in der Bibel gelesen hat) oder er will nicht in Sprachen beten (aus Hemmung gegenüber der Gabe).

Gott akzeptiert unseren freien Willen, daher auch, wenn jemand nicht in Sprachen beten will. Aber man sollte dann überlegen, warum man sich in dem Bereich Gott nicht hingeben möchte, wenn diese Verheißung doch für jeden Christen zusteht. Jesus kündigte Seinen Nachfolgern das Sprachengebet an (s. Markus 16,17). Auch Paulus sagte, dass man nach den Geistesgaben eifern soll (s. 1. Korinther 14,1) und dass er wünschte, dass jeder in Sprachen reden würde (s. 1. Korinther 14,5). All das zeigt doch, dass es wirklich für jeden Christen möglich, also zugänglich ist. Und in 1. Korinther 14,39 schreibt Paulus, dass das Reden in Sprachen „nicht verhindert“ werden soll.
Wenn der Christ also noch nicht in Sprachen betet, dann hat er sich entweder noch nicht danach ausgestreckt oder er verhindert es, weil er sich davor hemmt.

Sprachengebet und Geistestaufe sind nicht heilsnotwendig

Das bedeutet aber nicht, dass ein Christ ohne Geistestaufe oder ohne Sprachengebet nicht bekehrt wäre. Du bist auch ohne dieses Wirken des Heiligen Geistes gerettet, wenn Du Jesus bereits Dein Leben übergeben hast. Denn bei der geistlichen Neugeburt wurdest Du ja gerettet.
Die Geistestaufe ist aber ein weiterer Schritt, den Du gehen solltest. Es ist Gottes Wille für alle Seine Kinder, dass wir mit Seiner Kraft ausgerüstet sind! Deshalb gleich zur nächsten Frage:

„Warum brauche ich die Geistestaufe?“

Zunächst einmal ist wichtig zu verstehen:

Jeder Christ braucht die Taufe im Heiligen Geist

So wie Jesus den Jüngern sagte, dass sie warten sollen, bis sie die „Kraft aus der Höhe“ empfangen (s. Lukas 24,49; Apostelgeschichte 1,4-5), so soll auch jeder Christ warten (= erwartungsvoll sein), bis er die Geistestaufe für sich persönlich empfängt.

Du brauchst die Geistestaufe, um anderen Menschen in der Kraft des Heiligen Geistes zu dienen

Der Dienst an anderen Menschen kann in Deinem Alltag, auf der Arbeit oder anderswo sein, wo Du Dich von Gott gebrauchen lassen kannst. Dein Dienst kann dabei auch von den Gaben des Heiligen Geistes, den Geistesgaben, begleitet sein (s. 1. Korinther 12-14).

Zu dem Thema Geistesgaben findest Du auch auf unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org unter Das Wirken des Heiligen Geistes weitere Artikel in Audio- und in Textform.
Auch zum Thema Berufung findest Du auf unserer Internetseite erklärende Beiträge, z.B. im Artikel “Wie finde ich meine Berufung?”. Dort eine Übersicht mit weiteren Artikeln zum Thema.

Der Dienst der Jünger war erst dann (in größerem Ausmaß) effektiv, nachdem sie die Geistestaufe empfangen hatten. Bitte verstehe das richtig: Gott kann Dich natürlich auch schon vor Deiner Geistestaufe gebrauchen. Denn wenn Er Dir z.B. spontan etwas aufträgt, dann solltest Du das auch tun. Aber langfristig gesehen brauchst Du die Geistestaufe, um aus Seiner Fülle heraus zu wirken. Der Strom Gottes möchte aus Dir heraus (s. Johannes 7,37-39) und in diese Welt hinein fließen.

Die Geistestaufe ist eine größere Fülle in Gott

Du kannst mit den Füßen im Wasser stehen, aber Du kannst auch bis zu den Hüften ins Wasser gehen, sogar darin schwimmen, tauchen und Dich vom Wasser treiben lassen. Und so ist es auch mit dem Heiligen Geist, dem Strom Gottes (s.  Hesekiel 47,1-12; Offenbarung 22,1-2). Der himmlische Vater möchte uns in Seinem Geist untertauchen – wenn wir es auch wollen.
Und Du entscheidest auch selbst, wieviel Du von der Fülle empfangen möchtest. Es gibt immer „noch mehr“ von Gott! Deine Beziehung zu Gott kann sich immer weiter vertiefen.

„Wie empfange ich die Geistestaufe von Gott?“

Zuerst kannst Du Gott vertrauen, dass Du die Taufe im Heiligen Geist empfangen darfst.

Du musst nicht erst „heiliger werden“,
bevor Du die Geistestaufe von Gott empfangen kannst

Wenn es um ein Verdienen gehen würde, dann würden wir alle die Geistestaufe nicht bekommen. Gott gibt sie aus Gnade!  Wir können nur „heilig leben“ durch den Heiligen Geist. Wir können das nicht aus uns selbst… Aus diesem Grund nennt Jesus den Heiligen Geist doch auch unseren „Beistand“ oder „Helfer“ (s. Johannes 15,26). Der Heilige Geist will uns helfen und befähigen, aus Seiner Kraft zu leben.
Es geht also nicht darum, dass Du versuchst besser zu werden und dann erst die Geistestaufe bekommst. Du brauchst die Geistestaufe, die Dich dann verändert. Wenn Du das erkennst, wird Dich das freisetzen und Dir auch leichter fallen, Dich dem Heiligen Geist ganz hinzugeben.

Vielleicht hast Du ein großes Problem mit einer bestimmten Sünde, von der Du noch nicht frei geworden bist. Und vielleicht glaubst Du, dass Du deshalb für die Geistestaufe „unwürdig“ bist. Aber Jesus sagt doch selbst, dass gerade die „Kranken“ den Arzt, Ihn selbst, brauchen (s. Markus 2,17). Und Jesus hat uns auch schon bei der Bekehrung den Heiligen Geist aus Gnade gegeben. Ich glaube, jeder sollte hier zugeben, dass er zum Moment seiner Bekehrung noch in alten Verhaltensmustern steckte.
Erkenne, dass Du die Geistestaufe brauchst und dass Gott sie wirklich aus Gnade geben will. Das setzt Dich frei. Du kannst die Geistestaufe und das Sprachengebet bekommen, weil Gott gut ist. Er hat nur Lieblingskinder. Er beschenkt uns alle gerne. Niemand ist zu kaputt oder zu dreckig für Ihn.
Und das ist auch keine Ausrede, um weiter zu sündigen (s. Römer 6,1-3)! Es geht darum, dass wir uns vom Heiligen Geist verändern lassen (s. 2. Korinther 3,17-18) und es nicht selbst aus eigener Kraft versuchen.

Geistlicher Hunger ist der „Schlüssel“

Willst Du Gott stärker erleben? Willst Du, dass sich Deine Beziehung zu Gott vertieft? Willst Du aus der Kraft des Heiligen Geistes leben und dienen?

Wenn Du das alles mit „Ja“ beantworten kannst, dann sind das gute Voraussetzungen, dass Du die Geistestaufe von Gott empfängst. Denn der „Schlüssel“ dazu ist geistlicher Hunger nach Gott! In dieser Erwartungshaltung waren auch die Jünger. Da Jesus ihnen die Kraft aus der Höhe verheißen hat, erwarteten sie dies auch.

Bitte Jesus, dass Er Dich in Seinem Heiligen Geist tauft

Jesus ist der Täufer im Heiligen Geist (s. Markus 1,6-8; Johannes 1,32-34). Du kannst die Geistestaufe direkt von Gott erhalten (s. Apostelgeschichte 2; Apostelgeschichte 10,44-46).

Es reicht ein einfaches Gebet, in dem Du Gott sagst, dass Du auch in Sprachen beten willst.
Und dann bete Ihn einfach an, zuerst in Deiner Muttersprache und erwarte, dass das Sprachengebet dann während dem Beten fließen wird. Mach das nicht mit Druck und Krampf, sondern richte Deinen Fokus auf Jesus.
Bei manchen fließen die Worte sofort heraus, bei anderen ist es erst ein Wort oder Satz. Es ist auch oft so, dass Du die Worte schon in Gedanken hörst und dann anfängst, es auszusprechen. Es kann dann zu einem „Fluss“ kommen und weitere Worte herausfließen.

Oder bitte einen anderen Christen, mit Dir zu beten und Dir die Hände aufzulegen

Oder Du bittest einen anderen Christen (der die Geistestaufe schon erhalten hat), dass er mit Dir gemeinsam dafür betet und Dir die Hände auflegt. Auch das kann richtig sein (s. Apostelgeschichte 19,6; auch in 2.Timotheus 1,6 steht von Handauflegung und Empfang einer Gabe von Gott).

Ich habe auch ein Video gemacht (Deutsch mit zusätzlichen Untertiteln auf Englisch). Darin bete ich für jeden Christen, der die Taufe im Heiligen Geist und das Sprachengebet will. Wenn Du magst, kannst Du mit mir gemeinsam beten.

Zum Video:

(Externer Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=HppT3sKiztw )

(Das Video beinhaltet englische Untertitel als Übersetzung für den deutschen Text. Die Untertitel können mit dem Klick auf das Symbol „Captions“ aktiviert bzw. deaktiviert werden.)

Woran Du erkennst, dass Du die Geistestaufe empfangen hast

Wie schon erwähnt, ist das sichtbare Zeichen der Geistestaufe das Sprachengebet.
Wenn Du Gott gerade um die Geistestaufe gebeten hast, aber noch nicht in Sprachen betest, vertraue, dass es noch kommt. Und wenn Du die neuen Worte vom Heiligen Geist innerlich hörst, sprich sie aus. Selbst wenn es nur ein Wort sein sollte: Fang an, das auszusprechen.
Bei manchen Christen kommt das Sprachengebet sofort, manchmal kann es aber auch länger dauern. Es kann auch Tage oder Wochen dauern, bzw. solange, wie noch eigene Hemmungen da sind. Wenn Du Blockaden merkst, bitte Gott, sie Dir zu nehmen und Dir dabei zu helfen, Dich Ihm hinzugeben.
Und Gott nimmt Dir nicht die komplette Kontrolle oder Deinen freien Willen, wenn Du es nicht willst. Hab deshalb keine Angst.

Wenn Du jetzt gerade Zeit und Ruhe dazu hast, dann bete Gott noch weiter an.

….

Übrigens kannst Du diese erste Erfahrung der Geistestaufe immer wieder machen!

Die Geistestaufe selbst ist ein einmaliges Ereignis. Die Jünger wussten an Pfingsten: „Jetzt haben wir die Kraft aus der Höhe empfangen!“ Die Geistestaufe ist somit auch der Beginn, wo Du in die Fülle des Heiligen Geistes hineinkommst. Die Quelle in Dir hat angefangen aus Dir herauszusprudeln!

Und diese Quelle sollte immer wieder neu aus Dir sprudeln! Der Heilige Geist ist doch lebendiges Wasser und lebendiges Wasser bleibt in Bewegung und nicht stehen oder gar versickern…
Das neue Heraussprudeln geschieht, wenn Du Dich dem Heiligen Geist hinhältst: In der persönlichen Begegnung mit Gott, im Gebet, in der Anbetung, beim (geistgeführten) Bibellesen oder bei einer (geistgeführten) Predigt und Lehre; in der Gemeinschaft mit anderen Christen wo der Heilige Geist Freiraum hat; beim Gespräch oder beim Dienst mit/an Menschen, die Jesus noch nicht kennen,… etc.

Du kannst und solltest Dich also auch nach Deiner Geistestaufe immer wieder neu vom Heiligen Geist erfüllen lassen. Im Neuen Testament heißt es dazu, dass man „voll Heiligen Geistes“ werden kann (s. Lukas 4,1 und weitere Stellen).
Und auch in Epheser 5,18 (SLT) steht die Aufforderung an uns:

„Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist,
sondern werdet voll Geistes;“

Baptism In The Holy Spirit


Weitere Artikel zum Thema Geistestaufe:

  • Wassertaufe
    (Ergänzend zum Abschnitt über den Unterschied zwischen Wassertaufe und Geistestaufe. Die Wassertaufe ist die Taufe im Wasser und die Geistestaufe die Taufe im Heiligen Geist.)
  • Gemeinschaft
    (Ergänzend zum Abschnitt, dass Du Dir für die Taufe im Heiligen Geist auch von anderen Christen die Hände auflegen oder mit ihnen dafür beten kannst.)
  • Das Wirken des Heiligen Geistes
    (Von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org, mit sehr vielen Artikeln zum Thema Heiliger Geist, Geistesgaben etc., in Audio- und in Textform)
  • “Wie finde ich meine Berufung?”
    (Ergänzend zum Thema Geistestaufe, da Gott jedem Christen Gaben und Berufungen gibt. In dem Artikel gibt es auch weitere Beiträge zum Thema Berufung.)

 

Weitere Artikel zum Thema Sprachengebet und Sprachengesang etc.:

  • Das Wirken des Heiligen Geistes
    (Von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org, mit sehr vielen Artikeln zum Thema Heiliger Geist, Geistesgaben etc., in Audio- und in Textform)
  • “Was bedeutet die Musik ‘Heavenly Sounds’?”
    (Kommt noch – Darin mehr zum Sprachengesang in der Hintergrundmusik in der Botschaft)

 


 Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


 Viele weitere Artikel zum Thema Jüngerschaft/Nachfolge findest Du auch hier:

 


Link to the children’s article in German (Link zum Kinder-Artikel auf Deutsch):
Geistestaufe (Kinderversion)


Link to the children’s article in English (Link zum Kinder-Artikel auf Englisch):
Spirit Baptism (Children’s Version)


Link to the detailed article in English (Link zum ausführlichen Artikel auf Englisch):
Spirit Baptism (Detailed Article)


Wassertaufe

Baptism in Water

Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Dann gibt es noch einen vierten Punkt. Dieser vierte Schritt ist die Wassertaufe. Das Untertauchen im Wasser. Es symbolisiert, dass Du Jesus Dein Leben hingegeben hast und jetzt alles neu geworden ist. Dass Dein altes Ich gekreuzigt wurde, Du mit Ihm geistlich gesehen gestorben und dann aber auch wieder mit Ihm auferstanden bist! Es steht für das Sterben und Wiederauferstehen.

Das Untertauchen ist die richtige Wassertaufe, auch die ersten Christen machten das so. Die Babytaufe oder das Besprengen mit Wasser ist dagegen nicht richtig. Vielleicht denkst Du: „Ich bin doch schon als Baby getauft worden, das muss doch reichen.“ Nein, bitte lass Dich nochmal richtig und biblisch taufen mit dem Untertauchen im Wasser. Schau einfach vor Ort, ob da Christen sind, die Dich taufen können.

Was die Wassertaufe ist, warum Du sie brauchst und wie Du Dich taufen lassen kannst, wirst Du im Folgenden erfahren.

„Was ist die Wassertaufe?“

Zuerst schauen wir uns aber einmal an, was die Wassertaufe nicht ist:

Der Unterschied zwischen Geistestaufe und Wassertaufe

Das erste Thema dieser Reihe „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“ war die Geistestaufe. Deshalb nennen wir die Wassertaufe in diesem Teil nicht nur „Taufe“, um von der Geistestaufe zu unterscheiden. Um kurz den Unterschied zu erklären: Die Geistestaufe (Taufe im Heiligen Geist) ist die Ausrüstung mit der Kraft des Heiligen Geistes. Die Wassertaufe (Untertauchen in Wasser) dagegen ist das Bekenntnis vor der physischen und geistlichen Welt für die Entscheidung für Jesus.

Der Unterschied zwischen Bekehrung und Wassertaufe

Die Geistestaufe und die Wassertaufe sind nicht heilsnotwendig. Nur durch Deine Entscheidung für Jesus bist Du gerettet. Mit der Wassertaufe drückst Du diese Entscheidung dann aus.
Mehr dazu auch in einem anderen Artikel unserer Internetseite: „Reicht das Übergabegebet aus, um gerettet zu werden?“

Jetzt zur Wassertaufe, wie wir sie heute benötigen

Nach Seiner Auferstehung gab Jesus den Jüngern (und somit auch uns) den Auftrag, dass sie die Menschen, die sich zu Ihm bekehren werden, auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen sollen (s. Matthäus 28,19).

Die Wassertaufe ist eine symbolische Handlung und ein Zeichen vor der physischen und geistlichen Welt

Die Wassertaufe drückt symbolisch aus, dass bei Deiner Bekehrung zu Jesus Dein altes Leben geistlich gesehen mit Jesus am Kreuz gestorben ist und Du von Ihm ein völlig neues Leben bekommen hast. Jesus hat am Kreuz Deine Sünden, aber auch Dein altes sündiges Wesen getragen (s. 2. Korinther 5,14-17). In Römer 6,3 (SLT) heißt es:

„Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind?“

Deshalb geschieht die Wassertaufe durch Untertauchen im Wasser, weil es den Tod und die Auferstehung symbolisiert.

Die Wassertaufe ist ein Bekenntnis für Dein neues Leben mit Jesus

Du wurdest aus der Herrschaft der Finsternis in die Herrschaft des Lichts, in das Reich Gottes hineinversetzt (s. Kolosser 1,13-14). Du bist ein Königskind von Gott geworden. Dieser Herrschaftswechsel ist bereits bei Deiner Bekehrung zu Jesus geschehen.
Bei der Wassertaufe drückst Du das als ein Bekenntnis aus. Die Wassertaufe ist also nach Deiner Bekehrung zu Jesus auch ein Bekenntnis vor Gott und den Menschen, dass Du ein neues Leben mit Jesus begonnen hast.

„Warum brauche ich die Wassertaufe?“

Dazu nochmal eine kurze Zusammenfassung:

 Warum Du die Wassertaufe brauchst

Du brauchst die Wassertaufe als symbolische Handlung, die als ein Zeichen vor der physischen und geistlichen Welt ausdrückt, dass Du bei Deiner Bekehrung geistlich gesehen mit Jesus gestorben und wiederauferstanden bist.

Du brauchst die Wassertaufe nach Deiner Entscheidung für Jesus als ein Bekenntnis vor Gott und den anderen Christen, dass Du ein neues Leben mit Jesus begonnen hast.

„Wie kann ich mich taufen lassen?“

Jetzt schauen wir uns mal an, wie Du Dich taufen lassen kannst.
Wegen dem Verständnis nennen wir es im Folgenden meistens nur kurz „Täufling“ für den Christen, der getauft wird und „Täufer“ für einen Christen, der tauft.

„Muss ich mich erst noch ‚heiligen‘, bevor ich getauft werden darf?“

So wie auch die Geistestaufe aus Gnade gegeben wird, so ist es auch mit der Wassertaufe, dass allein Deine Entscheidung für Jesus genügt.
Denn wir alle brauchen die Vergebung von Jesus durch Sein Opfer am Kreuz. Und wir haben uns zu Ihm bekehrt, weil wir das erkannt haben, dass wir Ihn brauchen. Genau das ist es, was mit „Buße“ gemeint ist, als Petrus sagte:

„Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“
(s. Apostelgeschichte 2,38 SLT)

„Buße tun“ bedeutet, von Herzen zu Gott umzukehren. Das ist eine innere Erkenntnis und Herzensausrichtung. Diese erste Buße war Deine Bekehrung! Diese erste Buße reicht für Gott aus, um uns zu retten und mit Seinem Heiligen Geist in uns Wohnung zu machen. Die ersten Christen wurden nach dieser Buße, ihrer Bekehrung, sofort getauft. Wie man sieht, wurde sogar nicht erst gewartet, bis die Menschen von bestimmten Sünden wie z.B. von Süchten frei wurden. Nein, die Entscheidung für Jesus reichte aus, dass sie getauft wurden.

Das heißt nicht, dass Du nach der Bekehrung und Wassertaufe weiter sündigen sollst. Wir können zwar noch immer sündigen, wenn wir uns mit freiem Willen dazu entscheiden. Aber deshalb sollen wir uns im alten sündigen Handeln, Denken etc. von Gott verändern lassen. Das kann man auch „Heiligung“ nennen (s. Römer 6,19). Jesus selbst ist unsere Heiligung (s. 1. Korinther 1,30-31). Das heißt, dass wir von Ihm verändert werden. Er verändert uns durch den Heiligen Geist (s. z.B. 2. Korinther 3,18). Das geschieht in Deiner Gemeinschaft mit Ihm (im Gebet, in der Anbetung, beim Bibellesen etc.), in der Du Ihn näher kennenlernst und in der Er sozusagen auf Dich abfärbt.

Wenn Du trotzdem mal sündigst, dann kannst Du es Jesus bekennen und Ihn um Vergebung bitten. In 1. Johannes 1,19 (SLT) heißt es dazu:

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

„Buße“ ist also gleichzeitig auch ein lebenslanger Prozess, in dem Du Dich von Jesus in Seiner Gegenwart von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verändern lässt (s. 2. Korinther 3,18).

Mehr dazu auch in diesem Artikel: „Was bedeutet ‚Buße tun‘?“ (Kommt noch)  

Auf das Thema „Buße“ kommen wir später, am Ende von diesem 4. Schritt, nochmal zurück.

„Wo kann ich getauft werden?“

Im Neuen Testament können wir lesen, wie sich die ersten Christen in Seen und Flüssen taufen ließen. Dabei zählt aber nicht der Ort selbst, sondern nur, dass das Wasser tief genug ist und sich zum Taufen eignet.
So war es auch bei der Wassertaufe des Kämmerer, nachzulesen in Apostelgeschichte 8,26-40. Als Philippus und der Kämmerer sich über Jesus unterhielten, heißt es, dass sie „zu einem Wasser“ kamen. Und der Kämmerer sagte zu Philippus: „Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?“ (s. Apostelgeschichte 8,36,). Und nachdem Philippus ihm erklärte, dass die Taufe nur dann erlaubt ist, wenn er an Jesus glaubt und der Kämmerer Jesus bekannte, taufte Philippus ihn daraufhin.

Hier ein paar weitere Möglichkeiten, wo Du Dich taufen lassen kannst: In einem Badesee, in einem öffentlichen Schwimmbad, in einem aufblasbaren Schwimmbecken (z.B. in einem Plantschbecken im Garten), in einer Badewanne etc. Manche Gemeinden haben auch ein selbstgebautes Taufbecken zum Untertauchen im Wasser.

„Wie oft muss ich mich taufen lassen?“

Die Wassertaufe ist ein einmaliges Ereignis (s. auch Epheser 4,4-6). Wir können nachlesen, dass die ersten Christen sich unmittelbar nach ihrer Entscheidung für Jesus taufen ließen, aber nicht, dass sie mehrmals getauft wurden. Wenn Du aber schon als Baby getauft wurdest oder eine andere Taufe hattest, dann lass Dich nochmal richtig mit Untertauchen taufen.

„Kann ich mich auch selbst taufen?“

Im Neuen Testament lesen wir nichts davon, dass ein Christ sich selbst getauft hat. Selbst Jesus ließ sich als Vorbild von einem anderen, von Johannes dem Täufer, taufen (s. Matthäus 3,13-17). Man kann sich also nur von einem anderen Christen im Wasser taufen lassen.

„Muss ich mich offiziell taufen lassen oder reicht es, wenn nur der Täufer anwesend ist?“

Es kann schon ausreichen, wenn nur zwei Christen anwesend sind: Der Täufer und der Christ, der von ihm getauft wird. Ein Beispiel ist dazu ist wieder Philippus und der Kämmerer (s. Apostelgeschichte 8,26-40). Wenn Gott gewollt hätte, dass bei der Wassertaufe noch weitere Zeugen dabei sind, dann hätte Er es Philippus sagen können. Philippus hätte ja z.B. den Kämmerer zu den anderen Christen einladen können. Stattdessen wurde Philippus, sofort nachdem er getauft hatte, vom Heiligen Geist an einen anderen Ort entrückt und der Kämmerer ging mit Freude seinen Weg alleine weiter (s. Apostelgeschichte 8,39-40).

Es kann aber trotzdem gut sein, wenn noch weitere Christen bei Deiner Wassertaufe dabei sind. Dann kannst Du die Freude mit ihnen gemeinsam teilen.

„Wer kann taufen?“

Im Neuen Testament lesen wir nichts davon, dass nur ein Christ taufen dürfte, der eine bestimmte Leitungsposition (z.B. als Lehrer, Hirte etc.) hat. Es steht auch nichts davon, dass nur Männer und nicht auch Frauen taufen dürften. Denn in Christus gilt nun weder Mann noch Frau, sondern eine neue Schöpfung und zwar als Kinder Gottes (s. Galater 3,26-28; 2. Korinther 5,16-17). In Matthäus 28,19 (SLT) sagt Jesus zu den Jüngern:

„So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

Dieser Auftrag richtet sich aber nicht nur an die ersten Jünger, sondern auch an alle gläubig gewordenen Christen. Auch der Missionsbefel in Markus 16,15-16 gilt für alle Christen. Das beinhaltet auch den Auftrag, andere Christen zu taufen. Das heißt, dass jeder Christ einen anderen Menschen, der sich zu Jesus bekehrt hat, taufen darf.

„Gibt es einen bestimmten Taufspruch, den der Täufer während der Wassertaufe sprechen sollte?“

Jesus sagte den Jüngern, dass sie die Menschen, die sich zu Ihm bekehren werden, „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ taufen sollen (s. Matthäus 28,19). Wenn ein Christ einen anderen Christen tauft, dann kann er deshalb zu ihm sagen: „Ich taufe Dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

„Und wenn ich keinen anderen Christen kenne, der mich taufen kann?“

Wenn Du noch keinen Kontakt zu anderen Christen hast, dann kannst Du in einer christlichen Gemeinde fragen, ob sie Dich dort taufen können. Mehr dazu auch im Abschnitt „Wie finde ich Gemeinschaft mit anderen Christen?“ im Artikel „Gemeinschaft“.

„Trete ich mit der Wassertaufe zu einer christlichen Gemeinschaft bei?“

Wenn ein Mensch sich zu Jesus bekehrt, dann gehört er als Kind Gottes zur himmlischen Familie. Er zählt dann zum Leib Christi, von dem er ein Glied geworden ist.
Die ersten Christen zögerten mit der Wassertaufe nach der Bekehrung nicht lange. In 1. Korinther 12,13 (SLT) heißt es:

„Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist.

Damit ist nicht eine einzelne Gemeinde gemeint, sondern der Leib Christi. Denn alle Gläubigen weltweit werden als der Leib Christi bezeichnet (s. 1. Korinther 12,12-27; Römer 12,4-5; Epheser 4,7-16). Siehe dazu auch der Abschnitt „Der Leib Christi“ im Artikel „Gemeinschaft“.

Trotzdem ist es richtig, auch Gemeinschaft mit anderen Christen zu suchen.
In manchen Gemeinden ist es üblich, dass der Täufling gefragt wird, ob er nach der Wassertaufe zu der Gemeinschaft dazugehören möchte. Diese Entscheidung sollte dem Gläubigen selbst überlassen und nicht aufgezwungen werden. Gott kann Dir zeigen, in welcher Gemeinschaft Du Dich mit anderen Christen treffen sollst. Siehe dazu auch der Abschnitt „Wie finde ich Gemeinschaft mit anderen Christen?“ im Artikel „Gemeinschaft“.

„Kann man auch Kinder taufen?“

Wie wir im Neuen Testament lesen können, werden die Menschen erst dann getauft, wenn sie selbst eine Entscheidung für Jesus getroffen haben. Das wird auch in der Aussage von Philippus an den Kämmerer deutlich: „Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt!“ (s. Apostelgeschichte 8,36-37 SLT) Die Babytaufe ist somit nicht richtig, da Säuglinge noch keine Entscheidung für Jesus ausdrücken können. Ältere Kinder können aber schon ihren freien Willen äußern. Man kann nicht pauschal sagen, „ab welchem Alter“ ein Kind getauft werden darf. Aber wenn ein Kind – egal welchen Alters – sich selbst für Jesus entscheidet, dann darf es auch getauft werden.

Statt Babys zu taufen, sollte man sie segnen. Ein Beispiel dazu ist Jesus, als Leute Kinder zu ihm brachten, damit er sie segne und für sie bete, was Er auch gerne tat (s. Matthäus 19,13-15). Bei so einer Kindersegnung kann man Gutes von Gott über dem Kind aussprechen und für die Gesundheit, das Wachstum etc. beten.

Auf der Kinderseite findest Du übrigens mehrere Artikel über und für Kinder und den Glauben.

„Brauche ich eine Vorbereitung vor der Wassertaufe?“

Eine Vorbereitung vor der Wassertaufe (außer Deiner Bekehrung) ist nicht zwangsläufig notwendig. Wie wir im Neuen Testament lesen können, wurden die ersten Christen sofort nach ihrer Entscheidung für Jesus getauft. Auch der Kämmerer hatte keine weitere Vorbereitung, außer seiner Bekehrung und dass er sich vor Philippus zu Jesus bekannte. Der Kämmerer wusste außerdem auch, dass er die Wassertaufe braucht. Diese „Bedingungen“ reichen völlig aus, dass jemand getauft werden kann.

Es reicht also aus, wenn die Christen, die sich taufen lassen möchten, erklärt bekommen, was die Wassertaufe ist und wie sie ablaufen wird. Natürlich sollten sie auch gefragt werden, ob sie eine klare Entscheidung für Jesus getroffen haben. Es kann sein, dass manche sich aus einem anderen Grund taufen lassen wollen. Vielleicht weil sie glauben, dass sie nur oder erst durch die Wassertaufe gerettet werden oder vielleicht weil sie durch die Wassertaufe ein Mitglied der Gemeinschaft werden wollen oder aus einem anderen Grund. Das kann dann auch in der Vorbereitung erklärt werden, dass allein die Entscheidung für Jesus notwendig ist.

Eine weitere Vorbereitung muss aber nicht grundsätzlich falsch sein. Es kann hilfreich sein, wenn Du manches vorher mit dem Täufer besprichst. Hier ein paar Beispiele:

Was Du vor der Wassertaufe machen kannst

Hast Du Angst vor dem Wasser, z.B. vor tieferem Gewässer oder weil Du Nichtschwimmer bist? Diese Angst darf Dich nicht davon abhalten, dass Du Dich taufen lässt. Besprich das doch ganz offen mit dem Täufer oder auch mit weiteren Christen und betet gemeinsam. Du kannst diese Angst mit Jesus überwinden! Vielleicht ist ja gerade Deine Wassertaufe die Möglichkeit, dass Du die Angst vor dem Wasser besiegst.
Es gibt ja auch die Möglichkeit, dass Du Dich in niedrigem Gewässer, z.B. in einem aufblasbaren Schwimmbecken oder in einer Badewanne taufen lässt. Und wenn Du vorher den Christen, die bei Deiner Wassertaufe dabei sind, von der Angst erzählst, dann kann auch das eine Erleichterung für Dich sein. Auch der Täufer kann sich so darauf einstellen, indem er Dich z.B. nur ganz kurz unter Wasser hält.

Auch wie lange Du unter Wasser bleiben willst, kannst Du mit dem Täufer vorher besprechen. Keine Sorge, die Wassertaufe ist auch dann wirksam, wenn Du nur kurz unter Wasser warst. Es kann aber gut sein, nicht nur kurz, sondern mehrere Sekunden unter Wasser zu bleiben. Denn in dem Moment unter Wasser kannst Du Dir nochmal verinnerlichen, dass Dein altes Ich mit Jesus gestorben ist. Und wenn Du dann wieder aus dem Wasser gehst, kannst Du Dir verinnerlichen, dass Du mit Jesus wiederauferstanden bist.

Es muss nicht zwangsläufig sein, aber es kann vorkommen, dass Du in der Zeit vor der Wassertaufe plötzlich falsche Zweifel oder Ablenkungen erlebst. Das können geistliche Angriffe sein. Solche Angriffe können vorkommen, wie auch bei vielen anderen Schritten auf dem Weg der Nachfolge. Wenn Du einen Schritt im Glauben gehst, dann ist das wie eine neue Ebene, die Du betrittst. Und der Feind, Satan, will ja nicht, dass wir geistlich wachsen.
Die Hindernisse können z.B. sein, dass Du an dem Tag, an dem Du getauft werden sollst, plötzlich an Deinen Arbeitsplatz musst. Oder dass Du als Frau ausgerechnet an dem Tag die Menstruation bekommst. Auch für solche Hindernisse kann es Lösungen geben. Frag Gott auch, wie Er die Situation sieht und ob es eine Möglichkeit gibt, dass Du Dich trotzdem noch an dem Tag taufen lässt. Falls es gar nicht anders geht und Du die Wassertaufe verschieben musst, dann verzögere den Termin am Besten nicht zu lange.

Das soll Dich jetzt nicht entmutigen, sondern Dich darin bestärken, dass Du auf dem richtigen Weg bist. Solche Herausforderungen, falls sie auftreten, sind normal. Aber Du kannst sie überwinden!

Was Du nach der Wassertaufe machen kannst

Wie wir vorhin schon erwähnt haben, ist „Buße“ ein Prozess. Dein „neuer Mensch“ (Dein Geist) ist bei der Bekehrung durch den Heiligen Geist ganz von Neuem geboren wurden. Aber Du kannst Dich entscheiden, ob Du noch im „alten Mensch“ (in sündigem Handeln, Denken etc.) leben willst. Du bist Sein Königskind geworden. Und Du bist es auch dann noch, wenn Du mal gesündigt hast. Aber Jesus will Dir helfen, auch als Sein Königskind zu leben.

In einem weiteren Artikel unserer Internetseite kannst Du mehr über Deine Identität in Jesus lesen: „Vom Bettlerkind zum Königskind! – Über Deine neue (wahre) Identität in Jesus“ (Kommt noch)

Und auch zu dem Thema Heiligung und zum Thema Heilung findest Du auf unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org unter Innere (seelische) Heilung und Heilung allgemein weitere Artikel in Audio- und in Textform. Mit „Heiligung“ ist vor allem innere (seelische) Heilung gemeint, die in der Begegnung mit Jesus geschieht. Dabei erkennst Du auch Deine neue Identität in Ihm.

Es ist gut, wenn Du nach der Wassertaufe Altes loslässt. Praktisch gesehen kannst Du das so machen:
Halte Dich Gott hin (in Gebet, Anbetung etc.) und frage Ihn, was Du an Altem loslassen sollst. Das können alte Gewohnheiten sein. Es können auch Dinge sein, die nicht gut für Dich sind und die Du wegwerfen sollst (s. Apostelgeschichte 19,19). Lass es Dir von Ihm persönlich zeigen. Er will Dir stattdessen etwas Besseres geben! Und wenn Du auf das Neue siehst, dann erfüllt das Deinen Geist mit so viel Freude, dass Du gar nicht mehr das Alte willst.

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“
(2. Korinther 5,7 SLT)

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Weitere Artikel zum Thema Wassertaufe:

  • Geistestaufe
    (Ergänzend zum Abschnitt über den Unterschied zwischen Wassertaufe und Geistestaufe. Die Wassertaufe ist die Taufe im Wasser und die Geistestaufe die Taufe im Heiligen Geist.)
  • Gemeinschaft
    (Ergänzend zum Abschnitt, dass man von einem anderen Christen getauft wird.)
  • ”Vom Bettlerkind zum Königskind! – Über Deine neue (wahre) Identität in Jesus“
    (Kommt noch. Ergänzend zum Abschnitt über den „alten Menschen“ und den „neuen Menschen“. Über Deine neue Identität, die Du bei Deiner Lebensübergabe an Jesus bekommen hast.)

  • Innere (seelische) Heilung und Heilung allgemein
    (Ergänzend zum Thema Identität und Heiligung. Mit „Heiligung“ ist vor allem innere (seelische) Heilung gemeint, die in der Begegnung mit Jesus geschieht.
    Von unserer anderen Internetseite Prophetenschule.org, mit sehr vielen Artikeln zum Thema Heilung in Audio- und in Textform.)
  • Kinderseite
    (Als Ergänzung zum Abschnitt darüber, dass auch Kinder nur getauft werden sollen, wenn sie schon eine Entscheidung für Jesus getroffen haben. Auf der Kinderseite findest Du mehrere Artikel über und für Kinder und den Glauben.)

 


Dieser Artikel ist einer der „4 Schritte auf dem Weg der Nachfolge“, siehe Übersicht:


Viele weitere Artikel zum Thema Jüngerschaft/Nachfolge findest Du auch hier:

 


Link to the children’s article in German (Link zum Kinder-Artikel auf Deutsch):
Wassertaufe (Kinderversion)


Link to the children’s article in English (Link zum Kinder-Artikel auf Englisch):
Water Baptism (Children’s Version)


Link to the detailed article in English (Link zum ausführlichen Artikel auf Englisch):
Water Baptism (Detailed Article)